Sollte der Newsletter nicht richtig angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.
21.03.2018

Liebe Leserinnen und Leser,

seit dem höchstrichterlichen Diesel-Urteil herrschen bei vielen Autofahrerinnen und Autofahrern große Verunsicherungen und Sorgen vor drohenden Fahrverboten. Ende Februar hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden, dass Diesel-Fahrverbote auch ohne eine bundesweit einheitliche Regelung angeordnet werden können, um die Grenzwerte von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter des gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxids (NO2) in den Städten einzuhalten. Die Voraussetzung sei allerdings "die Wahrung der Verhältnismäßigkeit", heißt es in der Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts. Das Urteil fordert daher Übergangsfristen und eine stufenweise Einführung von Fahrverboten und eröffnet die Möglichkeit von gezielten Ausnahmen, zum Beispiel für Handwerker oder bestimmte Anwohnergruppen.
Bereits im September 2016 hatten die Verwaltungsgerichte Düsseldorf und Stuttgart auf eine Klage der Deutschen Umwelthilfe hin entschieden, dass die Luftreinhaltepläne beider Städte um Fahrverbote zu ergänzen seien, damit die Grenzwerte für NO2 eingehalten werden. Die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen argumentierten dagegen, es brauche eine neue bundesweite Rechtsgrundlage. Diese Auffassung wiesen die Richter des Bundesverwaltungsgerichts Ende Februar 2018 allerdings zurück. 

In einer generellen Einschätzung zu Diesel-Fahrverboten sagte Professor Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts, gegenüber den Medien: "Die Zukunftsperspektiven für den Diesel stehen nicht besonders gut, die Möglichkeiten zur Umrüstung sind begrenzt und schon gar nicht günstig. Aus einem Diesel lässt sich ohne immensen Kostenaufwand kein Elektro-, Erdgas- oder Wasserstoff-Fahrzeug machen."

Damit sich Luftverunreinigungen und Treibhausgasemissionen EU-weit reduzieren, analysierten Matthias Damert von der Universität Graz und Gastwissenschaftler am Wuppertal Institut sowie Dr.-Ing. Frederic Rudolph zum Thema "Dekarbonisierung von Pkw" mögliche Politikinstrumente. Diese sollen einerseits dazu beitragen können, Automobilhersteller dazu zu bewegen, in die Entwicklung und Produktion klimafreundlicher Fahrzeuge zu investieren und andererseits die Nachfrage nach solchen Fahrzeugen anzukurbeln. Dazu erschien kürzlich das Wuppertal Paper "Policy Options for a Decarbonisation of Passenger Cars in the EU".

Wie Städte und Kommunen mit autofreien Stadtteilen für ihre Bevölkerung an Attraktivität und Lebensqualität gewinnen können und wie sich dies umsetzen lässt, beschreibt Professor Dr.-Ing. Oscar Reutter vom Wuppertal Institut im Impulspapier "Autofreie Innenstadt Wuppertal Elberfeld". Würden die Pläne umgesetzt, wäre Elberfeld der erste innenstädtische Bezirk Deutschlands, der systematisch von einem Autostadtteil zu einem autoverkehrsfreien Stadtquartier entwickelt würde und wäre damit ein bundesweites Vorbild.
Auch ein solidarisches Bürgerticket trüge zur Förderung klimaschonender Mobilität und zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen und der Luftschadstoffe des Verkehrs bei. Dafür erarbeitete Dr. Gregor Waluga, Fachreferent Mobilität im Dezernat für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur der Stadt Köln, in seiner Dissertation "Das Bürgerticket für den öffentlichen Personennahverkehr" ein neues Finanzierungsmodell, das eine stabile Finanzierungsbasis schaffen und den Umstieg vom Auto auf Busse und Bahnen fördern kann.

Ganz gleich, ob in Städten oder ländlichen Gebieten: In allen Sektoren sind strukturelle Veränderungen gefragt. Die nötige Verkehrswende könne nur erfolgreich sein, wenn Autonutzung insgesamt signifikant sinke, beispielsweise indem die alternativen Mobilitätsformen des Umweltverbundes genutzt werden – also zu Fuß gehen sowie das Rad, den Bus, die Bahn, das Taxi oder Carsharing nutzen. Zusätzlich sollten die Fahrzeuggrößen sich stärker am wirklichen Bedarf orientieren und die Pkw dementsprechend kleiner werden, argumentieren die beiden Projektleiter Dr.-Ing. Frederic Rudolph und Thorsten Koska aus der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut in der Studie "Verkehrswende für Deutschland – Weg zu einer CO2-freien Mobilität bis 2035".

Begleiten Sie uns auf dem Weg in eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität!
Christin Hasken und Anna Riesenweber


Neuer Aufsichtsrat des Wuppertal Instituts
Erste ordentliche Sitzung mit acht neuen Gremien-Mitgliedern

Erstmals tagte der neue Aufsichtsrat des Wuppertal Instituts. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist Christoph Dammermann, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium.

mehr erfahren


Wuppertal Institut unter den Top Ten
Globales Think-Tank-Ranking 2017 veröffentlicht

Das Wuppertal Institut belegt Platz 9 in der Kategorie Umweltpolitik und zählt damit zu den renommiertesten Forschungs- und Beratungsinstituten weltweit.

mehr erfahren


COP23-Analyse: Die Ruhe vor dem Sturm
Ausführlicher Analysebericht erschienen

Der Bericht geht besonders auf die Verhandlungen und das detaillierte Regelbuch für die Umsetzung des Pariser Abkommens ein.

mehr erfahren


Bergische Impulse 2017
Zwei Veröffentlichungen der Bergischen Klimagespräche erschienen

Die Schriftenreihe "Bergische Impulse" greift wichtige Ergebnisse der Bergischen Klimagespräche auf.

mehr erfahren


Zweiter Platz beim GAIA Best Paper Award
Zeitschrift prämiert Artikel des Wuppertal Instituts

In ihrem Artikel geht das Autorenteam auf den Wendepunkt für die internationale Nachhaltigkeits-Governance im Jahre 2015 ein.

mehr erfahren


Die Rückkehr zur erfolgreichen Klimapolitik
Artikel von Professor Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Institut

Für die Rückkehr zu einer erfolgreichen Klimapolitik brauche es international mehr Allianzen, die gemeinsam an einer Umsetzung arbeiten, schreibt Fischedick im Paper.

mehr erfahren


Oxford University Press veröffentlicht Analyse der UN-Klimakonferenz in Marrakesch
Artikel im Yearbook for International Environmental Law erschienen

Der Artikel "Gute Zeichen, schlechte Zeichen: Eine erste Bewertung der UN-Klimakonferenz in Marrakech" vom 23. November 2016 erschien in überarbeiteter Fassung.

mehr erfahren


Potenziale für die Kreislaufwirtschaft
Wissenschaftlicher Artikel am Beispiel der Teppich-Industrie

Der Artikel verdeutlicht, wie die Kreislaufwirtschaft in bisher vernachlässigten Branchen vorangetrieben werden kann.

mehr erfahren


Vortragsreise zur Dekarbonisierung des Strom- und Energiesektors
Mehrtätige Forschungsreise nach Kanada

Vizepräsident des Wuppertal Instituts, Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, nahm an Konferenzen, Workshops und Podiumsdiskussionen in Vancouver, Victoria und Edmonton teil.

mehr erfahren


Erfahrungsaustausch zur Umsetzung der Agenda 2030
Regierungsdelegation aus Belarus zu Gast am Wuppertal Institut in Berlin

Ziel der Studienreise war ein Austausch über die nachhaltige Entwicklung auf nationaler Ebene und wie diese am Beispiel Deutschland intensiviert werden könne.

mehr erfahren



Einstellungen ändern

Sie erhalten diese E-Mail als Abonnent/-in unseres Newsletters unter der Adresse ###USER_email###

› Adresse ändern

› Newsletter abmelden

› deutschen Newsletter abonnieren

› englischen Newsletter abonnieren

Impressum

Verantwortlich:

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
Döppersberg 19, 42103 Wuppertal
Tel.: +49 202 2492-0, Fax: +49 202 2492-108
Redaktion: Christin Hasken
E-Mail: internet-redaktion@wupperinst.org
Internet: wupperinst.org

Das Wuppertal Institut übernimmt keine Gewähr für die Inhalte verlinkter externer Webseiten. Weitere rechtliche Hinweise entnehmen Sie dem Impressum und den Datenschutzhinweisen auf der Webseite des Wuppertal Instituts. Hinweise zu den verwendeten Fotos finden Sie auf den genannten Webseiten oder im Impressum.

› Impressum auf der Webseite

› Datenschutzerklärung auf der Webseite