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23.06.2020

Liebe Leserinnen und Leser,

die Folgen der COVID-19-Pandemie sind für die Wirtschaft und die Gesellschaft beträchtlich und werden uns noch einige Jahre begleiten. Um die Wirtschaft jetzt wieder anzukurbeln, haben sich die Regierungsparteien am 3. Juni 2020 auf ein umfangreiches "Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket" sowie ein "Zukunftspaket" geeinigt. Insgesamt sollen rund 130 Milliarden Euro in 2020 und 2021 investiert werden, um beispielsweise Familien und Kommunen zu unterstützen, die Mehrwertsteuer zu senken und dazu beitragen, die angeschlagene Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen. Ein signifikanter Teil des Programms zielt aber auch auf Investitionen in den Klimaschutz, beispielsweise in den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und dient damit der Abwehr zukünftiger Krisen.

Die Forschenden des Wuppertal Instituts haben die konjunkturpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung genauer in den Blick genommen: Im Diskussionspapier "Konjunkturprogramm unter der Klimaschutzlupe – viele gute Impulse, aber Nachbesserungen für nachhaltige Wirkung erforderlich?!" fassen sie zusammen, welche Maßnahmen Wirkung erzeugen, wo nachgebessert werden sollte und welche Maßnahmen ergänzt werden sollten. Aus klimapolitischer Sicht sorgte vor allem die Entscheidung gegen eine Autokaufprämie für Verbrennungsmotoren für kollektives Aufatmen, der Zuschuss für Elektrofahrzeuge setzt zudem ein klares Signal für die Mobilitätswende.
Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, sieht aber mit Blick auf den Klimaschutz dagegen noch Handlungsbedarf und betonte gegenüber SPIEGEL Online: "Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung war ein erster richtiger Schritt. Aber wir müssen schon jetzt über ein Follow-up der Maßnahmen nachdenken, damit die Wirkung nicht verpufft. Es gibt also noch viel zu tun, um den Klimaschutzzug auf das richtige Gleis zu setzen."
Die taz zitierte aus dem Diskussionspapier des Wuppertal Instituts: "Eine konsequente Orientierung auf eine Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie hilft, weniger Primärressourcen einsetzen zu müssen und damit unabhängiger von globalen Lieferketten und Rohstoffen, zum Beispiel Funktionsmetallen, zu werden."

Dabei gibt es viele Chancen, die sich durch die Corona-Pandemie ergeben haben und genutzt werden sollten sowie neue Herausforderungen, für die kluge Lösungen gefunden werden müssen. So änderte sich das Bewegungs- und Konsumverhalten der Deutschen signifikant, was sich gerade in der Anfangszeit deutlich auf die Umwelt auswirkte – positiv wie negativ. Der Verkehr nahm deutlich ab und rund ein Viertel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeitete zeitweise im Homeoffice. Dadurch stieg der Datenverbrauch allerdings stark an; allein der Datenverkehr von Videokonferenzen nahm um 120 Prozent zu. Damit erlebte die Digitalisierungsbranche einen regelrechten Boom. Welche Auswirkungen diese veränderten digitalen Konsummuster auf die Umwelt haben können, analysierte das Wuppertal Institut in Zusammenarbeit mit der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) in ihrer Studie "Zwischenbilanz COVID-19: Umweltpolitik und Digitalisierung". Die Ergebnisse stellten sie gemeinsam mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf der Bundespressekonferenz am 11. Juni in Berlin vor. Die Studienautoren gehen dabei unter anderem davon aus, dass sich der Personenverkehr um bis zu acht Prozent reduzieren ließe, wenn Homeoffice und virtuelle Arbeitsformen auf der Basis der jetzt gesammelten Erfahrungen gezielt gefördert würden. Die Studie setzt damit auf der umweltpolitischen Digitalagenda des Bundesumweltministeriums auf, die im März veröffentlicht und vom Wuppertal Institut wissenschaftlich begleitet wurde.

Daneben veröffentlichte das Wuppertal Institut weitere Publikationen im Kontext der Corona-Pandemie und bündelt diese Informationen in einer Übersichtsseite.

Bleiben Sie gesund!
Christin Hasken und Anna Riesenweber

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