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30.04.2020

Liebe Leserinnen und Leser,

im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Welt verändert: Globalisierung, Urbanisierung, Individualisierung und Digitalisierung sind nur einige der Stichworte, die man hier nennen könnte. Für die Themen des Wuppertal Instituts besonders relevant: Die Energiewende und Klimawandel rückten mehr und mehr ins Bewusstsein der Menschen und schafften es auf die politische Tagesagenda. Deutschland einigte sich 2011 als Folge der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima auf den Atomausstieg, 2019 folgte die Entscheidung zum Kohleausstieg und die Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes. Auf europäischer Ebene sticht der European Green Deal hervor, der mit über 40 Gesetzen, Richtlinien und Aktionsplänen schrittweise umgesetzt werden soll. Auf globaler Ebene kann das im Jahr 2015 in Paris geschlossene internationale Klimaabkommen ebenso als wegweisend gelten wie die Verabschiedung der Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) im gleichen Jahr in New York. Es sind zudem starke zivilgesellschaftliche Bewegungen wie "Fridays for Future" entstanden: Unter dem Motto ist die junge Generation, die sich um den Erhalt ihrer Lebensgrundlagen sorgt, zu Hunderttausenden weltweit auf die Straße gegangen.

Auch für das Wuppertal Institut waren die 2010er Jahre eine prägende Zeit, die Uwe Schneidewind als Präsident des Wuppertal Instituts maßgeblich gestaltet hat. Doch nun endet diese Ära: Nach zehn Jahren sehr erfolgreicher Arbeit im und für das Institut verlässt Uwe Schneidewind zum 30. April 2020 das Wuppertal Institut. Dieser Sondernewsletter ist diesem besonderen Ereignis gewidmet und blickt auf die vergangenen zehn Jahre zurück – gleichzeitig aber auch nach vorn.

Virtuelle Verabschiedung am 24. April 2020

Während der digitalen Abschiedskonferenz am 24. April 2020 dankte Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Aufsichtsratsvorsitzender des Wuppertal Instituts, für die zehn prägenden Jahre: "Uwe Schneidewind hat das Wuppertal Institut zu dem gemacht, was es heute ist: Eine der führenden Denkfabriken im Bereich der Transformationsforschung weltweit. Aber nicht nur das: Auch Nordrhein-Westfalen ist nicht zuletzt durch seine Arbeit zu einer wichtigen Adresse in der internationalen Nachhaltigkeitsdebatte geworden. Hierfür gilt mein ganz besonderer Dank."

Bundesumweltministerin Svenja Schulze, der Präsident des Umweltbundesamtes Dirk Messner, die Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) Maja Göpel, die BUND-Ehrenvorsitzende Angelika Zahrnt, der Rektor der Universität Wuppertal Lambert Koch oder der Wuppertal Instituts-Gründungspräsident Ernst Ulrich von Weizsäcker waren nur einige der Stimmen, die auf der virtuellen Abschlusstagung zu Wort kamen.

Manfred Fischedick, wissenschaftlicher Geschäftsführer, und Brigitte Mutert-Breidbach, kaufmännische Geschäftsführerin, blickten gemeinsam auf die vergangenen zehn Jahre aus einer ganz persönlichen Perspektive zurück: "Für uns war das offene und sehr vertrauensvolle Zusammenspiel auf der Leitungsebene sehr prägend und über die Jahre ein ganz besonderes Merkmal. Dieses 'Teamplay' hat für das Wuppertal Institut viel bewirkt und von der Kompetenz, dem Ideenreichtum und der Dynamik von Uwe Schneidewind extrem profitiert."

Wer bei der digitalen Konferenz nicht dabei sein konnte, kann das Abschiedssymposium samt aller Grußworte im Youtube-Video nachträglich anschauen. Im Youtube-Channel zum Abschiedssymposium sind neben dem Gesamtvideo auch Einzelbeiträge der Gratulanten und Weggefährten zu finden, die sich verabschiedet und bedankt haben.

Etablierung als wichtiger Impulsgeber in der Forschungslandschaft

In der Amtszeit von Uwe Schneidewind, der das Institut seit dem 1. März 2010 leitete, etablierte sich das Institut als eine Schlüsselinstitution der Transformationsforschung für eine Nachhaltige Entwicklung. Ausdruck dafür sind unter anderem die erfolgreichen Evaluationen durch den Wissenschaftsrat in 2011 und 2017 sowie die Berufung in wichtige wissenschaftliche Gremien: Von 2013 bis 2020 war Uwe Schneidewind über zwei Perioden Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung "Globale Umweltveränderungen" (WBGU), er wurde 2011 Mitglied im Club of Rome und von 2011 bis 2017 im Präsidium des evangelischen Kirchentages. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet: 2016 erhielt er den B.A.U.M.-Umweltpreis in der Kategorie "Wissenschaft". Vergangenes Jahr führte ihn die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) unter den Top 100 Ökonomen und das Cicero-Magazin nahm ihn in die Rangliste der 500 einflussreichsten deutschsprachigen Intellektuellen auf.

Auch international war das Wuppertal Institut in hohem Maße sichtbar: Beim Global Go To Think Tank Index 2019 der weltweit führenden Think Tanks belegte das Wuppertal Institut zum dritten Mal in Folge Platz 9 in der Kategorie Umweltpolitik.

Mit "Zukunftskunst" bewegte Uwe Schneidewind zum Umdenken

Von den vielen inhaltlichen Akzenten stechen die Bücher zur "Transformativen Wissenschaft" im Jahr 2013 und 2018 "Die Große Transformation" hervor, das den Begriff der "Zukunftskunst" etablierte und den aktuellen Rahmen für die Transformationsarbeit des Wuppertal Institutes bildet. Die Entwicklung von "Reallaboren" wurde entscheidend aus Wuppertal geprägt und intensiv mit vielen Quartieren in Wuppertal umgesetzt.

Auch organisatorisch hat sich das Institut in den vergangenen zehn Jahren weiterentwickelt. Neben der Professionalisierung der kaufmännischen Funktionen hat das Institut unterhalb seiner vier Abteilungen 13 inhaltlich klar profilierte Forschungsbereiche geschaffen und seine Maßnahmen in der Personalentwicklung erheblich ausgebaut.

"Zukunftskunst" und Zukunftswissen und darauf basierende Antworten aus Wuppertal werden auch in den kommenden zehn Jahren gefragt sein

Die gerade angebrochenen 2020er Jahre sind entscheidend dafür, ob die globalen Nachhaltigkeitsziele erreicht werden. Die Umsetzung ist keine reine technische Fragestellung, denn die meisten der notwendigen Technologien sind längst hinreichend entwickelt und umsetzungsreif. Es ist eine Frage der richtigen ökonomischen, institutionellen und kulturellen Bedingungen, für deren integrative Gestaltung es einer Zukunftskunst bedarf. Grundlage dafür bilden verschiedene Wissensdimensionen, die am Wuppertal Institut erforscht werden: das Ziel-, System- und Transformationswissen.  

Geschäftsführende verabschieden Uwe Schneidewind mit persönlichen Worten

Manfred Fischedick (wissenschaftlicher Geschäftsführer): "Uwe, du hast nun einen großen Sprung vor dir: von der reflektierenden, begleitenden, impulsgebenden Wissenschaft in die kommunalpolitische Praxis. Das wird nicht einfach – die Gestaltungsherausforderungen sind gigantisch und vor dem Hintergrund mit den Aufgaben zur Bewältigung der Corona-Krise erst recht. Wir sind uns aber sicher, dass du dort an der richtigen Stelle bist, denn gerade Kommunen brauchen Transformationskünstler, um adäquate Wege der Zukunftsgestaltung zu finden. Zudem brauchen sie Menschen, die weitere Menschen motivieren und mitnehmen und mit ihrem Ideenreichtum anstecken können."

Brigitte Mutert-Breidbach (kaufmännische Geschäftsführerin): "Lieber Uwe, wir danken für zehn inspirierende und aufregende Jahre! Für Ihre Zukunft in neuer Funktion in der Stadt Wuppertal wünschen wir Ihnen viel Glück. Wenn Sie den Erfolg und Spirit, den Sie ins Wuppertal Institut gebracht haben, in die Stadt hineintragen, kann sich Wuppertal glücklich schätzen. Auf Ihrem zukünftigen Weg begleiten Sie unsere besten Wünsche von Herzen!"

Uwe Schneidewind bedankte sich bei seinem digitalen Abschiedssymposium am 24. April 2020 auch mit ganz persönlichen Worten: "Die 2010er Jahre waren prägende Jahre für das Wuppertal Institut und für mich persönlich. Ich danke allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern für die inspirierende Zusammenarbeit und wünsche dem Institut für seine Zukunft weiterhin alles Gute. Ich werde ihm immer eng verbunden bleiben."

Nun warten auf Uwe Schneidewind als Wuppertaler Oberbürgermeister-Kandidat neue Aufgaben und spannende Zeiten.

Für diesen Weg wünscht das gesamte Wuppertal Institut Uwe Schneidewind viele gute Zukunftsideen und von Herzen alles Gute und sagt DANKE für dieses spannende gemeinsame Jahrzehnt!





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Redaktion: Christin Hasken
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