CARE

Computergestützte Ressourceneffizienzrechnung in der mittelständischen Wirtschaft

  • Projekt-Nr.6095
  • Laufzeit 08/2000 - 08/2003

Im Rahmen des Projekts "Computergestützte Ressourceneffizienzrechnung in der mittelständischen Wirtschaft - care" wurden erstmals in drei Partnerunternehmen bereits vorhandene ökonomische Controllingsysteme um ökologische Informationen zu Material- und Energieverbräuchen erweitert und Vorketten (z. B. Ressourcengewinnung) systematisch einbezogen. Als Methodik diente hierzu die am Wuppertal Institut entwickelte Ressourceneffizienz-Rechnung (RER). Mit Erfolg konnte so eine systematische Erfassung und Aufbereitung von Daten zu den betrieblichen Stoff- und Energieströmen und den damit verbundenen Kosten eingeführt und die Qualität betrieblicher Entscheidungen im Sinne des Nachhaltigen Wirtschaftens verbessert werden.
Die für die ökologisch-ökonomische Bewertung von Produktionsprozessen und Produkten notwendigen Daten waren in den Partnerunternehmen zu einem großen Teil bereits vorhanden und wurden durch das Wuppertal Institut um Vorkettendaten ergänzt.

Folgende Datenquellen erwiesen sich als hilfreich:

  • Betriebliche Daten zur Kostenrechnung, Materialströmen und Materialeigenschaften, die in der Regel in den Betrieben als Stamm- und Bewegungsdaten im ERP-System vorliegen.
  • Datenerfassung, Messung und Auswertung innerbetrieblicher Stoff- und Energieflüsse und deren Kosten.
  • Materialintensitätswerte (Vorkettenangaben), als Indikatoren für den durch spezifische Materialien ausgelösten Naturverbrauch, bevor sie ins Unternehmen gelangen.

Die Anpassung der Controllingsysteme wurde von den Partnerunternehmen positiv aufgenommen. Bereits während der Projektlaufzeit konnten aufgrund der veränderten Datenaufbereitung Potenziale erkannt und zahlreiche Verbesserungen vorgenommen werden die zu beträchtlichen Material-, Energie- und Kosteneinsparungen führten.