Vergleichende Analyse der Treibhausgasbilanz für das Gemeinschafts-HKW Standort Ruhrchemie

  • Projekt-Nr.1137
  • Laufzeit 11/2007 - 03/2008

Die Energieversorgung Oberhausen AG plant gemeinschaftlich mit zwei Partnern (Oxea, Emschergenossenschaft) die Errichtung eines Heizkraftwerkes am Standort Ruhrchemie. Das Gemeinschafts-Kraftwerk soll neben der Mehrstofffeuerung weitere innovative Komponenten erhalten (z. B. Errichtung nach dem Capture Ready-Prinzip) und damit dem Innovationsanspruch der drei Partner gerecht werden. Für die unternehmerische Entscheidung über den Bau des Kraftwerkes sowie für die politische Einschätzung des Bauvorhabens (insbesondere der Stadt Oberhausen) ist neben den wirtschaftlichen Kriterien von besonderer Bedeutung, zu welchen Belastungen durch Schadstoffe (z. B. Schwefeldioxid, Stickoxide und Stäube) das Kraftwerk vor Ort im Vergleich zu den bestehenden Anlagen führt und wie das Bauvorhaben aus klimapolitischer Sicht einzuschätzen ist.
Das Wuppertal Institut erhielt den Auftrag über eine Untersuchung, die sich hauptsächlich auf die vergleichende Bilanzierung der Treibhausgasemissionen konzentriert. Für die Forschung liegt hier die Herausforderung in der Abbildung eines derart komplexen Kraftwerksystems in bestehenden Treibhausgasbilanzierungsmodellen.
Der Fokus liegt im Wesentlichen auf folgenden Aufgabenbereichen:

  • Energiewirtschaftliche Einordnung des Bauvorhabens
  • Festlegung und Spezifizierung der Rahmenbedingungen für die vergleichende Bilanzierung
  • Durchführung der vergleichenden Treibhausgasbilanzierung
  • Identifizierung ergänzender/begleitender Maßnahmen für den Klimaschutz in der Region Oberhausen
  • Zusammenfassende Betrachtung - Treibhausgasbilanz (insbesondere die Rolle des Brennstoffs Trocken-Braunkohle)

und schließt ab mit begleitenden Maßnahmen für den Klimaschutz zum Bau des Gemeinschaftskraftwerks.