Energiewirtschaftliche, strukturelle und industriepolitische Analyse der Nachrüstung von Kohlekraftwerken mit einer CO2-Rückhaltung

  • Projekt-Nr.2126
  • Laufzeit 09/2007 - 04/2009

Dieses Projekt setzt sich mit der übergreifenden Frage nach den Möglichkeiten des Aufbaus einer CO2-Infrastruktur in NRW im Rahmen von CCS sowie den industriepolitischen Implikationen und Chancen für NRW als Energieland auseinander. Die Untersuchung basiert auf den Überlegungen der Ad-hoc-Gruppe "Nachrüstung" des Kompetenznetzwerkes Kraftwerke NRW. Sie geht von dem Stand der Technik des NRW-Referenzkraftwerks aus und soll parallel zu dem Pre-Engineering des 700 °C-Kraftwerks durchgeführt werden. Durch die Untersuchung soll geklärt werden, ob und gegebenenfalls wie hocheffiziente konventionelle Kohlekraftwerke mit einer CO2-Abtrennung nachgerüstet werden können, um damit flexibel auf sich potenziell ändernde (klimapolitische) Rahmenbedingungen reagieren und am Markt weiterhin bestehen zu können.
Die Untersuchung vertieft die bereits aus der Studie des Wuppertal Instituts "CO2-Abtrennung und -Verwendung: Bewertung von Chancen und Risiken aus der Sicht des Landes Nordrhein-Westfalen" vorliegenden Ergebnisse und spezifiziert sie hinsichtlich der Nachrüstung von CO2-Abtrenntechniken.
Mit Blick auf einen möglichen zukünftigen Export von Technologien zur Nachrüstung diskutiert die Untersuchung, in wie weit sich international (und wenn ja mit welchem regionalen Schwerpunkt und in welchen Zeiträumen) ein Markt für solche Nachrüstungstechnologien entstehen könnte und auf welche Kraftwerkskonzepte sich dieser dann beziehen würde. Die Analyse ermöglicht Hinweise darauf, welche spezifische Expertise in NRW aus industriepolitischer Sicht mit Blick auf Nachrüstkomponenten gegebenenfalls zusätzlich entwickelt werden sollte bzw. Potenzial für die Zukunft verspricht.