Trotz der breiten Anerkennung der komplexen Wechselwirkungen zwischen Handel und Klima, beziehungsweise Handels- und Klimapolitik, stoßen hier selbst die neuesten makroökonomischen Modelle an ihre Grenzen: Sie sind meist stark abhängig von konventionellen Handelstheorien, liefern begrenzte empirische Evidenz zu Handels-Klima-Interaktionen und es fehlen ausreichend granulare Daten. Darüber hinaus ist die Darstellung von Wertschöpfungs- und Materialketten in wichtigen bestehenden und aufstrebenden Sektoren eingeschränkt, technologischer Fortschritt wird zumeist nicht endogen ermittelt – und die bestehenden makroökonomischen Modelle liefern nur in sehr begrenztem Rahmen Erkenntnisse über die Rolle von Entwicklungsländern im globalen Handel.
Das Projekt ENTICE zielt darauf ab, neue Daten- und Modellierungskapazitäten zu entwickeln, um das Wissen zu Wechselwirkungen zwischen Handel und Klima zu verbessern sowie politische Entscheidungsträger*innen über die positiven und negativen Auswirkungen von Handel und Handelspolitik auf Klima und Umwelt zu informieren. Dies geschieht durch eine Kombination bewährter makroökonomischer Modellierung mit neuen Handelstheorien, empirischer Analyse und erhöhter Datengranularität. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf auf Emissions- und Klimawandelfragen. Das Projektteam untersucht aber auch die breiteren Auswirkungen auf Umwelt, Biodiversität, Verschmutzung und natürliche Ressourcenerschöpfung. Das Arbeitsprogramm von ENTICE umfasst:
Das ENTICE-Projektteam analysiert Wechselwirkungen zwischen Handels- und Klimapolitik sowie Umwelt und breiteren Wirtschafts- und Nachhaltigkeitszielen, in der EU und darüber hinaus. Bei der Aufbereitung der Ergebnisse liegt der Fokus auf Transparenz, Legitimität, offener Wissenschaft, frei verfügbaren Daten sowie auf Forschung und Entwicklung, die direkt auf die aktuellen Bedürfnisse der Stakeholder und auf den Diskurs in der Handels- und Klimapolitik einzahlen.
Das Projekt wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont Europa der Europäischen Union unter der Fördervereinbarung Nr. 101184775 gefördert.
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