Die Erreichung der Klimaschutzziele des Pariser Abkommens sowie zentraler Zielsetzungen der Agenda 2030 (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) erfordert eine tiefgreifende und strukturelle Transformation der bestehenden Produktions- und Konsumsysteme. Diese Transformation vollzieht sich jedoch unter ungleichen sozialen, ökonomischen und ökologischen Ausgangsbedingungen – und ist eng verknüpft mit Unterschieden in den Handlungsräumen, Konsummustern und Teilhabemöglichkeiten der Menschen. Entscheidend ist dabei, die lebensweltliche Situation der Menschen zu verstehen, die durch das Zusammenwirken sozialer und ökologischer Lebensbedingungen geprägt ist: Das Zusammenwirken dieser Bedingungen ist maßgeblich für die Handlungsspielräume und Veränderungskompetenzen der Menschen, wird in der Forschung jedoch häufig unzureichend betrachtet. Vor diesem Hintergrund verfolgt das SEC-Transform-Projektteam das Ziel, eine integrative Forschungsstrategie für das Themenfeld "Verbraucher*innen- und Bürger*innenverantwortung in der Nachhaltigkeitstransformation" zu entwickeln. Dies geschieht in enger Kooperation mit dem Institut für Verbraucherwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Methodisch basiert das Projekt auf einer systematischen Auswertung des internationalen Forschungsstands zu Material- und Carbon Footprints – sowie auf deren Verknüpfung mit neuroökonomischen Erhebungsansätzen: Auf Grundlage von Fokusgruppengesprächen wurden, in einer inhaltlichen Vertiefung auf das Themenfeld Reparatur, das Reparaturbewusstsein der Befragten konzeptionell erfasst sowie ein Indikator zur Messung von Repair Literacy entwickelt, welche sich anhand von Reparaturbewusstein, -kompetenz und -gelegenheit aufschlüsselt.
Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine empirisch fundierte Hypothesengenerierung sowie für die inhaltliche Entwicklung eines validen Erhebungsinstruments für Repair Literacy. Zugleich schaffen sie die Basis für die weitere Strategieentwicklung im Themenbereich "Verbraucher*innen- und Bürger*innenverantwortung in der Nachhaltigkeitstransformation" sowie für die Konzeption von Forschungsdesigns zur Modellierung sozial-ökologischer Lagen und deren Integration in die Entwicklung von Szenarien zur Differenzierung und Bewertung von Transformation der sozial-ökologischen Lagen.
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