H2-CfD

Erforderliche Förderkosten durch ein CfD-Instrument für inländische grüne Wasserstofferzeugung

  • Projekt-Nr. 154152
  • Laufzeit 03/2026 - 05/2026

Der Ausbau von Erzeugungskapazitäten für die inländische Produktion von grünem Wasserstoff (H2) in Deutschland erfolgt derzeit auf niedrigem Niveau. Beschleunigt sich der Zubau nicht deutlich, lässt sich das im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) festgesetzte Ziel eines Ausbaus auf 10 Gigawatt bis 2030 absehbar nicht erreichen.
Vor diesem Hintergrund haben verschiedene Akteur*innen der Wasserstoffwirtschaft – zusammengeschlossen in der Elektrolyse-Industrie-Wirtschaftsallianz (EIWA) – ein "Elektrolyse-Industrie-Wirtschaftsprogramm" vorgeschlagen. Dieses Programm sieht eine auf Differenzverträgen (engl. Contracts-for-Difference, kurz CfD) beruhende staatliche Förderung für die Wasserstofferzeugung aus den ersten 10 Gigawatt an inländischen Elektrolyseanlagen vor.

Die Kurzstudie H2-CfD hat die voraussichtlichen staatlichen Förderkosten dieses CfD-Förderkonzepts zur Stärkung des H2-Hochlaufs bestimmt und eingeordnet. Dafür wurden drei unterschiedliche Szenarien – niedrig, moderat und hoch – entwickelt, um die bestehenden Unsicherheiten insbesondere bei den Investitionskosten und Strombezugskosten abzubilden. Die Annahmen und Parameter zur Berechnung von Gebotspreisen und resultierenden Förderkosten leiteten die Wissenschaftler*innen zum einen aus einschlägiger aktueller Literatur und zum anderen aus aktuellen Marktreferenzwerten ab.

Zentrale Ergebnisse der Studie:

  • Ein maximaler Gebotspreis stellt ein zentrales Steuerungsinstrument mit hoher Hebelwirkung bezogen auf die Förderkosten dar; Gebotspreise unter 7 Euro pro Kilogramm sind ambitioniert, erscheinen aber grundsätzlich erreichbar. 
  • Die vorgesehene sonstige Direktvermarktung ist der wirksamste kostensenkende Faktor für die kumulierten Förderkosten. Diese ließen sich im Falle eines maximalen Gebotspreises von 7 Euro pro Kilogramm durch einen 60-prozentigen Anteil entsprechend von 76 Milliarden Euro auf 30 Milliarden Euro senken.
  • Eine Realisierung der sonstigen Direktvermarktung setzt jedoch voraus, dass eine ausreichend hohe Nachfrage nach grünem Wasserstoff (H2-Pull) besteht, die noch durch andere Instrumente gestärkt werden kann.
  • Bei der genauen Ausgestaltung des Instruments ist auf einen systemdienlichen Einsatz der Elektrolyse und auf den Zielkonflikt zwischen kurzfristiger Investitionssicherheit und langfristiger Klimaschutzwirksamkeit zu achten.


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