Die politische Debatte um nachhaltigen Konsum ist aktuell maßgeblich geprägt durch die EU-Ökodesign-Verordnung und die Einführung des "Rechts auf Reparatur". In diesem Kontext behandelt das Verbundprojekt "LebensLänger" das Problem kurzer Nutzungs- und Lebensdauern von Möbeln, Textilien und Elektrogeräten: Da Maßnahmen zur Verlängerung der Produktlebensdauer ein deutlich höheres Potential zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und Ressourcenverbräuchen haben als nachgelagertes Recycling, ist das Ziel des Projekts die Aktivierung von Konsument*innen, Unternehmen und Kommunen. So sollen einerseits ein ressourcenschonendes Nutzungsverhalten in der gesellschaftlichen Breite etabliert und andererseits positive soziale Kipppunkte für nachhaltigen Konsum erreicht werden.
Während die Universität Bamberg die sozialwissenschaftlichen Hintergründen von nachhaltigem Nutzungsverhalten untersucht, übernimmt das Wuppertal Institut die umweltwissenschaftliche Rahmung: Welche Produkte lassen sich gut reparieren? Bei welchen lohnen sich Sharing-Ansätze? Welche Produkte müssen grundlegend neu konzipiert werden, um Nachhaltigkeits-Anforderungen zu erfüllen? Und welche ökologischen Effekte lassen sich für Sharing und Reparatur beziffern?
Um diesen Fragen nachzugehen, erstellt das Projektteam eine wissenschaftliche Literaturrecherche und bereitet die Ergebnisse mit dem Ziel auf, eine möglichst große Hebelwirkung in der Bevölkerung zu erreichen. Im Projektkonsortium werden dazu vier Netzwerke aufgebaut, die einen Wissenstransfer und Austausch in den Zielgruppen Unternehmen, Kommunen, Wissenschaft sowie Vereine, Verbände und Initiativen ermöglichen. Dazu organisiert das Projektteam Veranstaltungen, die einen Raum für Vernetzung und Austausch interessierter Akteur*innen schaffen. Die Netzwerke sind öffentlich zugänglich, eine Anmeldung ist über die untenstehenden Links bei den jeweiligen Projektpartnern möglich.
Darüber hinaus fließen die Ergebnisse in eine durch den WWF Deutschland geleitete, bundesweite Behavioral-Change-Kampagne ein, mit der fünf Millionen Haushalte erreicht werden sollen, sowie in verschiedene Schulungsformate und das Online-Tool "RessourcenRechner". Das Tool ermöglicht die Abschätzung des persönlichen Ressourcenverbrauchs und gibt Empfehlungen für nachhaltige Konsumentscheidungen.
Cookie-Einstellungen
Cookies helfen uns, die Website für Sie ständig zu verbessern. Mit dem Klick auf den Button "Zustimmen" erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Für weitere Informationen über die Nutzung von Cookies oder für die Änderung Ihrer Einstellungen klicken Sie bitte auf Mehr über die Verwendung und Ablehnung von Cookies.