MetaZirk:SQ

Metaanalyse zirkulärer Geschäftsmodelle für die Bekleidungs- und Textilbranche: Status quo

  • Projekt-Nr. 354020
  • Laufzeit 06/2026 - 12/2026

Die Bekleidungs- und Textilbranche bringt eine Vielzahl innovativer Ideen hervor, die eine zirkuläre Transformation ermöglichen und wesentlich vorantreiben können. Hierzu trägt die vom Bundesministerium Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte DATIpilot Innovationscommunity Circular Textiles (CirTex) gezielt bei. Damit die in der Innovationscommunity und darüber hinaus entwickelten Ansätze über einzelne Pilotprojekte hinaus wirksam skaliert und in die Breite getragen werden können, sind jedoch tragfähige und übertragbare zirkuläre Geschäftsmodelle nötig. Gerade hierin liegt eine zentrale Herausforderung: Die große Vielfalt an Ansätzen sowie deren spezifische Rahmenbedingungen erschweren den systematischen Aufbau, Vergleich und Transfer von Wissen zu zirkulären Geschäftsmodellen. Entsprechend komplex gestaltet sich auch ihre strukturierte Erfassung, Typisierung sowie eine belastbare ökologische und soziale Bewertung. Für die innovative Praxis innerhalb und außerhalb der CirTex-Community existiert somit bislang keine konsolidierte, übergreifende Wissensbasis, die Akteur*innen konkrete Orientierung und Handlungsunterstützung bietet, was es tatsächlich braucht, um zirkuläre Geschäftsmodelle im Textilsektor erfolgreich zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund ist das Ziel des Projekts MetaZirk:SQ die Erhebung und Systematisierung des Status quo in Bezug auf zirkuläre Geschäftsmodelle in der Textil- und Bekleidungsbranche sowie die Analyse von Transfer- und Entwicklungspotenzialen für die CirTex-Community.

Die Forschenden des Wuppertal Instituts widmen sich in diesem Kontext insbesondere zwei Leitfragen:

  • Welche Typologien, Muster, Herausforderungen und Potenziale zirkulärer Geschäftsmodelle lassen sich in der Textil- und Bekleidungsbranche identifizieren?
  • Welche Geschäftsmodell-Typen und -Muster und welche konkreten Beispiele sind besonders relevant für die CirTex-Community, beziehungsweise für laufende CirTex-Projekte?

Methodisch gliedert sich das Projekt in zwei Phasen. Im Fokus der ersten Phase steht die systematische Erfassung und Kategorisierung der bestehenden Geschäftsmodelle mittels einer Desktop-Recherche. Dazu nimmt das Projektteam eine Typisierung nach unterschiedlichen Kriterien vor – wie Zielgruppe, fokussierte Zirkularitätsstrategie oder Innovationsgrad – und erstellt einen Deep Dive zur erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) und ihren regulatorischen Auswirkungen auf bestehende und neue Geschäftsmodelle.

In der zweiten Phase synthetisieren die Forschenden die Ergebnisse der Recherche und fassen die Transfer- und Entwicklungspotenziale strukturiert zusammen. Dies dient einerseits der Priorisierung relevanter zirkulärer Geschäftsmodellansätze für die CirTex-Community und legt andererseits offen, welche Handlungsoptionen in Bezug auf die Integration von EPR in zirkuläre Geschäftsmodelle bestehen.

Als Ergebnis erstellen die Forschenden eine konsolidierte, übergreifende Wissensbasis, auf die Akteur*innen der CirTex-Community und darüber hinaus zurückgreifen können. Das bereitgestellte Wissen befähigt Akteur*innen der Textilbranche, zirkuläre Geschäftsmodelle gezielt aus der Pilotphase in eine breite, marktfähige Skalierung zu überführen.


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