Kombiticket

Wissenschaftliche Beratung des Projekts "Kombiticket ohne Limit"

  • Projekt-Nr. 254203
  • Laufzeit 03/2026 - 07/2026

Der Freizeit- und Eventverkehr macht einen erheblichen Teil des täglichen Mobilitätsaufkommens aus, wird im Kontext der Mobilitätswende jedoch häufig vernachlässigt. Eine Schlüsselrolle für eine nachhaltigere Eventmobilität spielen integrierte Tarifangebote: Wenn Eintrittskarten auch als Fahrkarten für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gelten, steigt die Bereitschaft der Gäste deutlich, ohne eigenen Pkw anzureisen. Während bestehende Angebote meist auf lokale oder regionale Verkehrsverbünde beschränkt sind, birgt die Vision eines bundesweit gültigen "Kombitickets ohne Limit" das Potenzial, den Umstieg auf Bus und Bahn für ein Millionenpublikum attraktiv zu machen – und so verkehrsbedingte Emissionen nachhaltig zu senken.

Das Projekt "Kombiticket ohne Limit" wurde von der Initiative Musik der Bundesregierung gefördert und durch die Agentur "The Changency" umgesetzt, in Kooperation mit dem Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV). Im Fokus stand die Frage, ob es möglich ist, für möglichst alle Veranstaltungen deutschlandweit ein standardisiertes Kombiticket einzuführen. Die Hypothese dahinter: Durch eine Vereinheitlichung der Prozesse und die Nutzung von Skaleneffekten könnte jedes Veranstaltungsticket für einen geringen Beitrag auch zum deutschlandweiten Nahverkehrsticket werden. Zur Untersuchung dieser Hypothese führte das Projektteam von The Changency qualitative Interviews mit Akteur*innen aus Kultur, Sport und Verkehr durch. Zudem erfolgte eine breite quantitative Befragung von 129 Veranstalter*innen, die gemeinsam ein Volumen von 35 Millionen Ticket-Verkäufen pro Jahr umsetzen. 

Das Team des Wuppertal Instituts begleitete die Machbarkeitsstudie durch ein externes wissenschaftliches Review, in dessen Rahmen die angewandte Methodik, die verkehrswissenschaftlichen Annahmen sowie die entwickelten Szenarien und SWOT-Analysen kritisch validiert wurden.

Die Studie steht über den folgenden Link kostenfrei in einer Lang- und Kurzfassung zum Download bereit. 



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