Das Projekt NaBiko widmet sich der Entwicklung und Erprobung neuer Bildungskonzepte, um die nachhaltige Qualifizierung von Beschäftigten und Auszubildenden in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im nördlichen Ruhrgebiet zu fördern. Vor allem im nördlichen Ruhrgebiet spielten Unternehmen des Bergbaus und der Kohlewirtschaft eine zentrale Rolle bei der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften, die vor dem Hintergrund des Kohleausstiegs nun vor besonderen Herausforderungen stehen. Deshalb unterstützt das Projektteam insbesondere KMU in diesem Gebiet dabei, die Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) strukturell im Betriebsalltag zu verankern. Im Fokus stehen dabei die regionalen Leitbranchen Gesundheit und Pflege sowie das chemische Recycling.
Methodisch setzt das Projekt auf einen partizipativen Ansatz, der Akteur*innen von der Ausbildung bis zur Leitungsebene einbezieht. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme und einer Gap-Analyse entwickelt das Projektteam praxisnahe Bildungsangebote, die sich an der Standardberufsbildposition "Umweltschutz und Nachhaltigkeit" orientieren und mit rund 150 Teilnehmenden in der Praxis getestet werden.
Das Wuppertal Institut ist insbesondere für die wissenschaftliche Fundierung, die Analyse der Ausgangslage sowie die formative Evaluation verantwortlich. Die Forschenden bringen dabei ihre Expertise in der wissenschaftlichen Konzeptentwicklung ein und nutzen das am Institut entwickelte Didaktik-Konzept der "Offenen Didaktischen Erschließung". Die wissenschaftliche Begleitung stellt sicher, dass die Angebote gezielt Gestaltungskompetenzen wie vorausschauendes Denken und verantwortungsbewusstes Handeln stärken.
Das Projekt knüpft direkt an die Landesstrategie "Bildung für nachhaltige Entwicklung – BNE in NRW 2030" an und wird im Rahmen des Just Transition Fund der Europäischen Union vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
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