PoliS-K

Politisches System und Klimaschutz

  • Projekt-Nr. 254080, 253678
  • Laufzeit 03/2025 - 06/2026

Obwohl die wissenschaftliche Evidenz zur Erderwärmung eindeutig ist, scheitert die Umsetzung effektiver Klimaschutzmaßnahmen seit Jahrzehnten, unter anderem an strukturellen Hürden des politischen Systems. Zwischen der Wahrnehmung der Klimakrise und der konkreten Umsetzung trat oft ein "Stille-Post"-Effekt auf: Klimapolitische Zielsetzungen wurden im politischen Prozess oftmals uminterpretiert, neu gerahmt oder durch kurzfristige Parteipolitik sowie Machtinteressen verwässert. Soziologie und Politikwissenschaften erklären dieses Versagen durch die funktionale Differenzierung der Gesellschaft, gegensätzliche Ideendiskurse sowie die Tendenz von Demokratien, kurzfristige Wahlgeschenke langfristigen Zukunftsinvestitionen vorzuziehen.

Dieses aus eigenen Mittel finanzierte Sondierungsprojekt des Wuppertal Instituts arbeitete systematisch den Stand der Forschung zu der Frage auf, inwiefern Ursachen für das Scheitern von Umweltpolitik in den Strukturen des politischen Systems begründet liegen – und welche Reformansätze bereits existieren. Dazu bündelte das Projektteam das relevante Wissen am Institut in internen Umfragen und interdisziplinären Workshops und visualisierte es in einer Wissenslandkarte. Parallel identifizierten die Forschenden durch eine systematische Literaturanalyse bestehende Systemgrenzen und Reformoptionen, etwa Bürgerräte, Zukunftsvertretungen, Verfassungsziele oder Losverfahren.


Cookie-Einstellungen

Cookies helfen uns, die Website für Sie ständig zu verbessern. Mit dem Klick auf den Button "Zustimmen" erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Für weitere Informationen über die Nutzung von Cookies oder für die Änderung Ihrer Einstellungen klicken Sie bitte auf Mehr über die Verwendung und Ablehnung von Cookies.