Die Verringerung der Energienachfrage ist ein zentraler Hebel zur Erreichung der Klimaziele 2045. Neben der reinen Emissionsminderung erzeugen Effizienzmaßnahmen ein breites Spektrum positiver Nebeneffekte – sogenannte Multiple Benefits. Dadurch lassen sich Energiearmut verringern, die Luftqualität verbessern, Ressourcen entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Für Deutschland fehlte bislang jedoch eine methodisch konsistente Grundlage, um diese vielschichtigen Umwelt- und Zusatzwirkungen systematisch zu quantifizieren und politisch nutzbar zu machen.
Das Wuppertal Institut erarbeitet gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) die wissenschaftlichen Grundlagen für eine solche integrierte Bewertung. Das methodische Vorgehen gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Schritte:
Durch die Verknüpfung von quantitativer Modellierung und Instrumentenanalyse liefern die Forschenden im Rahmen des Projekts EnEffImpact fundierte Kennzahlen. Dies ermöglicht es der Politik, die Wirksamkeit von Effizienzmaßnahmen nicht allein an eingesparten Kilowattstunden zu bemessen, sondern ihren gesamtgesellschaftlichen Nutzen gezielt bei der Umsetzung des europäischen "Energy Efficiency First"-Prinzips zu berücksichtigen.
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