Klimaschutz NRW 2020+ (2050): Handlungsoptionen und Handlungsnotwendigkeiten

  • Projekt-Nr.1167
  • Laufzeit 12/2009 - 03/2011

Die Erreichung der Treibhausgas-Minderungsziele bis 2050 stellt Nordrhein-Westfalen als Industrieland mit einem hohen Anteil an der bundesdeutschen Stromerzeugung vor besondere Herausforderungen. Energiepolitische Strategien müssen dabei aufgrund der hohen Zeitkonstanten weit über den Zeithorizont bis 2020 betrachtet werden. Klimaschutzrelevante Maßnahmen wie der Bau von Kraftwerken haben Auswirkungen, die weit über 2020 hinausgehen. Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen dieses Projekts der Betrachtungshorizont gegenüber den bisher für das Land vorliegenden Analysen bis 2050 erweitert.

Während im ersten Projektteil für NRW relevante Klimaschutzstrategien identifiziert und spezifiziert wurden, sind die Klimaschutzmaßnahmen im zweiten Teil im Rahmen einer umfassenden multikriteriellen Analyse (MCA) entlang verschiedener Kriterien wie z. B. Treibhausgasminderungspotential, Kosteneffizienz, gesellschaftliche Akzeptanz, Umsetzungstiefe systematisch bewertet und miteinander verglichen worden. Das Ergebnis der multikriteriellen Analyse ist eine Empfehlung besonders relevanter Maßnahmen aus einer Gesamtperspektive für NRW.

Wichtige Bestandteile des Projektes waren:

  • Status-quo-Analyse der Emissionsbilanz von NRW;
  • Nationaler und europäischer Szenarienvergleich zur Bestimmung robuster Klimaschutzmaßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene;
  • Fortschreibung der für NRW vorliegenden Emissionspfade bis 2050 unter Zugrundelegung bereits verabschiedeter politischer Konzepte und Ziele;
  • Definition und ausführliche Beschreibung der wesentlichen Klimaschutzbausteine (z. B. industrielles CCS und Sanierungspolitik im Gebäudebereich) für Nordrhein-Westfalen;
  • Durchführung einer multikriteriellen Analyse zum Vergleich der Eignung der Klimaschutzbausteine für NRW.

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