Möglichkeiten der Kompensation von klimaverträglichen Produkten - Grundsatzüberlegungen zu Anrechnungsmethoden

  • Projekt-Nr.1172 E
  • Laufzeit 04/2011 - 05/2011

In verschiedenen industriellen Sektoren entstehen nicht nur bei der Produktion Treibhausgase (THG), sondern werden auch Produkte (z. B. Dämmstoffe, Leichtbaumaterialien) hergestellt, die bei der Anwendung Energie und damit korrespondierende Emissionen einsparen können. Bei der Umsetzung ambitionierter Klimaschutzziele führt dies zu der Problematik, dass auf der einen Seite strenge limitierende Vorgaben für die Branchen gemacht werden müssen (Treibhausgasminderungsziele), auf der anderer Seite auch aus dem Klimaschutzgedanken heraus die Produktion von bestimmten Produkten forciert werden soll bzw. sogar spezifische Industrien mit einem entsprechenden Produktportfolio angesiedelt werden sollen.

Dies führt zu der Frage, ob Kompensationsmechanismen für die Produktion klimaverträglicher Güter aufgesetzt werden können. Zu prüfen ist in diesem Zusammenhang, wie derartige Mechanismen ausgestaltet werden könnten und ob zum Beispiel bestimmten Produktionszweigen bei der Festlegung von THG-Minderungszielen ein Bonus gewährt werden könnte.

Vor dem Hintergrund der skizzierten Problematik (Spannungsfeld zwischen Klimaschutzziel und Attraktivität als Produktionsstandort) umfasst die im Rahmen der Kurzstudie vorgenommene Bearbeitung folgende Aspekte:

  • Beschreibung und Analyse von Bewertungsverfahren und Kompensationsregeln - beispielhaft an Hand zweier Methoden: "Regionale Import-/Export-Bilanzen" und "Produktbezogene Gutschriften"
  • Hinweise für einen möglichen Einsatz von Kompensationsregeln/-mechanismen im Rahmen des Klimaschutzplans NRW als Ausgangspunkt für die weitere politische Diskussion