BilRess

Identifizierung und Entwicklung von Angeboten für alle Bildungsbereiche zum Thema Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz

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  • Projekt-Nr. 2421
  • Laufzeit 09/2012 - 03/2016

Zahlreiche Untersuchungen prognostizieren einen erheblichen Anstieg des globalen Ressourcenverbrauchs in den nächsten Jahrzehnten. Entlang der Wertschöpfungsketten wird die Umwelt durch die Entnahme von Ressourcen sowie damit verbundene Emissionen und die Entsorgung von Abfällen immer stärker belastet. Daneben sind fluktuierende und in der Tendenz steigende Rohstoffpreise zu beobachten, wodurch die Wettbewerbssituation der deutschen Wirtschaft unter Druck geraten kann. Die Verknappung von Ressourcen kann zudem zur Verschärfung sozialer Konflikte beitragen. Eine Strategie zur Steigerung der Ressourceneffizienz und geeignete politische Maßnahmen sind daher unabdingbar.

Ein wichtiger Faktor dafür ist es, das Bewusstsein für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz (R&R) zu steigern und eine entsprechende Kultur zu etablieren. Dabei kommt der Bildung eine herausragende Rolle zu. Kompetenzen zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen sollten im gesamten Bildungssystem vermittelt werden. Zurzeit ist Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz jedoch noch nicht breit in allen Bildungsbereichen in Deutschland verankert. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist daher, zu den Zielen der bundesdeutschen Ressourcenpolitik (u. a. der ProgRess-Strategie) durch eine Bildungsstrategie beizutragen. Das Vorhaben zielt darauf ab, das Bewusstsein für verbesserte Ressourceneffizienz zu erhöhen.
Das Vorgehen hierzu umfasst die folgenden Aspekte:

1. Prozess zur Erstellung einer "Roadmap Ressourcenbildung" in Zusammenarbeit mit den wesentlichen Bildungsakteuren für eine zukünftige Integration von R&R in allen wichtigen Bildungsbereichen (Schule, Ausbildung, Hochschule, sowie formale und informelle Weiterbildung). Hierbei wird im Sinne eines Orientierungsrahmens eine Bestandsaufnahme und Analyse bestehender Bildungsangebote durchgeführt (u. a. Erfassung von Inhalten, Strukturen, Kompetenzen und Akteuren) (AP 1). Die Ergebnisse werden sogenannte BilRess-Karten sein, die die wichtigsten Ergebnisse als Mindmaps darstellen. Hierauf aufbauend erfolgt eine Bestimmung von Handlungsbedarfen und Handlungsansätzen durch Experteninterviews und Fokusgruppen, mit denen Bildung für R&R verbessert werden kann (AP 2). Die Ergebbnisse werden im engen Dialog mit den Stakeholdern zu einem Orientierungsrahmen zusammengeführt. Ziel ist es, das Konzeptpapier auf Basis eines Experten/-innen-Diskurses so zu gestalten, dass eine spätere Umsetzung die besten Erfolgsaussichten verspricht (AP 3).

2. Begleitend dazu erfolgt eine Netzwerkentwicklung "Bildung für ProgRess" sowie die Entwicklung einer Internet-Kommunikationsplattform und die Durchführung zahlreicher Veranstaltungen (AP 4). Angeknüpft wird an bestehende Aktivitäten aus den Bereichen Bildung für Nachhaltige Entwicklung sowie insbesondere an das Netzwerk Ressourceneffizienz (NeRess). Hierdurch wird auf eine breite Akteurseinbindung und -aktivierung im Rahmen der Netzwerkbildung und weitreichenden Kommunikation abgezielt. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit werden diverse Netzwerktreffen durch geführt, die Ergebnisse auf der Didacta Bildungsmesse 2015 vorgestellt sowie eine Großkonferenz im Jahr 2015 veranstaltet.