Verbraucher-Transitions

Landkarten der Transformationspotentiale nachhaltiger Konsummuster

  • Projekt-Nr.3445
  • Laufzeit 05/2013 - 04/2014

Die täglichen Konsumentscheidungen und deren Komplexitätsgrade sowie sozial-ökonomische und -ökologische Auswirkungen erfordern praktikable und resiliente Gestaltungskompetenzen für den Alltag, sei es im Haushalt, im Beruf oder in der Freizeit. Verbraucherinnen und Verbraucher übernehmen häufig mit ihren Entscheidungen eine tragende Rolle in der Ausrichtung der Märkte und bei der Gestaltung der eigenen Umwelt, ob bewusst oder unbewusst. Demzufolge spielen Verbraucherinnen und Verbraucher eine zentrale Rolle in der Gestaltung der nachhaltigen Entwicklung. Sie haben aber kaum Werkzeuge, diese Anforderung für sich genauer zu explorieren - Zeitverwendung, Ausgaben und Ressourcenkonsum können sie wegen mangelnder Transparenz kaum bewerten.

Vor diesem Hintergrund strebt das Projekt eine explorative Erkundung dieser Problemstellung im Handlungsalltag an. Das Ziel des Forschungsvorhabens besteht in der Entwicklung und Gestaltung von TRANSITION-Landkarten für nachhaltige Konsummuster im privaten Umfeld. Vor diesem Hintergrund ergeben sich folgende Forschungsfragen: Wie können nachhaltige Konsummuster Verbraucherinnen und Verbrauchern nähergebracht werden und wie können Sie dazu ermutigt werden, ihren eigenen Weg zu finden und kompetent Entscheidungen zu treffen? Wie müssen Konsumprofile und Handlungsmuster beschrieben sein und welche Kriterien und Umfeldfaktoren müssen berücksichtigt werden, um realitätsnah zu vermitteln, welche Entscheidungspfade möglich sind. Die zu entwickelnden TRANSITION-Landkarten geben eine erste methodische Orientierung zur Erfassung des eigenen Umwelt- und Handlungsraum.. Dabei fokussiert sich die Untersuchung auf die ressourcenintensiven Handlungsfelder Ernährung, Mobilität und Bauen & Wohnen.

Im ersten Schritt des Projektes wird die wissenschaftliche Basis im Rahmen einer "desk research" erarbeitet. Experteninterviews und Auswertungsworkshops folgen. Aktuelle Ergebnisse aus der nutzerintegrierten Aktionsforschung werden ebenfalls aufgenommen.