Energy Efficiency Watch 2

  • Projekt-Nr.3253
  • Laufzeit 09/2010 - 08/2013

Das EU-Projekt Energy Efficiency Watch (EEW) wurde im Jahr 2006 initiiert, als eine Gruppe europäischer, nationaler und regionaler Parlamentarier mit dem Slogan "Action, not talk" eine stärkere Zusammenarbeit der verschiedenen Regierungsebenen (EU, Mitgliedsstaaten, Regionen, Kommunen) sowie der relevanten Stakeholder bei der Umsetzung von Energieeffizienzpolitik forderte. Das von dem Parlamentarier-Netzwerk EUFORES (European Forum for Renewable Energy Sources) koordinierte Projekt zielt darauf ab, die Umsetzung der Energiedienstleistungs-Richtlinie (2012 abgelöst durch die Energieeffizienz-Richtlinie) in den einzelnen Mitgliedsstaaten zu erleichtern. Insbesondere sollen die mit Energieeffizienz befassten Abgeordneten aller Ebenen, aber auch die Staatsbeamten und Experten, welche die Nationalen Energieeffizienz-Aktionspläne (NEEAPs) verfassen, unterstützt werden.

Ein wichtiges Mittel, um die Ziele von EEW zu erreichen, ist die Aktivierung, Konsultation und Stärkung von Schlüsselakteuren im Bereich Energieeffizienz: daher sind die bedeutenden europäischen Netzwerke eceee (European Council for an Energy Efficient Economy), FEDARENE (European Federation of Regional Energy and Environment Agencies), und Energy Cities (Association of European Local Authorities) Teil des Projekt-Konsortiums.

Ein Hauptziel dieser zweiten Projektphase (EEW 2) ist es, zu untersuchen, inwiefern die Mitgliedsstaaten seit der ersten Runde der NEEAPs Fortschritte in ihrer Energieeffizienzpolitik verzeichnen konnten. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in 27 Länderberichten vorgestellt, die sich im Wesentlichen auf drei Informationsquellen stützen:

  • Ein Screening der Politikmaßnahmen jedes EU-Mitgliedsstaats basierend auf den zweiten NEEAPs
  • Eine breitangelegte Stakeholder-Befragung, wie diese die Entwicklung der Energieeffizienzpolitik in ihrem jeweiligen Land wahrnehmen
  • vertiefte Interviews mit sorgfältig ausgewählten nationalen Energieeffizienz-Experten, um herauszufinden, wie gut oder schlecht die Umsetzung der im NEEAP skizzierten Maßnahmen tatsächlich funktioniert

Mit Hilfe dieser Analyse-Methoden werden Stärken und Schwächen des jeweiligen nationalen Politikrahmens herausgearbeitet, gute Beispiele hervorgehoben sowie Umsetzungsdefizite identifiziert. Die Länderberichte sollen auch mögliche Politik-Lücken, zentrale Hemmnisse sowie Ansatzpunkte für Verbesserungen aufzeigen, um den Mitgliedsstaaten Hinweise zur Optimierung ihrer Politik-Portfolios geben zu können.


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