Broschüre zum zusätzlichen THG-Einsparpotenzial in Brasilien durch systematische Integration von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz

  • Projekt-Nr.150343, 250353
  • Laufzeit 12/2014 - 05/2015

Brasiliens Nachfrage nach Strom ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Auch für die kommenden Jahre ist mit einer weiteren Steigerung von jährlich etwa 3,5 % der Nachfrage zu rechnen. Dies stellt das Land vor eine große Herausforderung. Zusätzlich steht die auf Wasserkraft basierende Stromerzeugung des Landes aufgrund geringer Niederschläge und Wasserstandsmengen vor einem Engpass. Deshalb kommen fossilthermische Reservekraftwerke insbesondere seit dem vergangenen Jahr verstärkt zum Einsatz und verteuern die Stromerzeugung erheblich. Die im Rahmen der Sommerzeit bevorstehenden Spitzenlasten können in diesem Jahr unter Umständen nicht gedeckt werden.

Auch der Ausbau nicht-konventioneller Erneuerbarer Energien zur Diversifizierung der Strommatrix läuft in Brasilien nur sehr langsam an. Die Windkraft macht seit 2009 große Fortschritte, ihr Anteil an der nationalen Stromerzeugung liegt jedoch trotz großer Potenziale noch bei lediglich 2 %. Bei der Photovoltaik gab es bislang nur geringe Fortschritte, erste nennenswerte Erfolge für Großanlagen wurden jedoch im vergangenen Jahr erzielt. Auch die Nutzung von Biogas und Biomasse (mit Ausnahme von einigen Biomassekraftwerken für Bagasse) steht noch in ihren Anfängen. Aufgrund der allgemeinen Engpass-Situation ist jedoch mit einem starken Ausbau der Erneuerbaren Energien für die nächsten Jahrzehnte zu rechnen. Eine Planung zur systematischen Integration verschiedener Erneuerbarer Energieträger findet bislang aber nicht statt.

Ziel der Studie ist es deshalb, das zusätzliche THG-Einsparpotenzial durch die systematische Integration von Erneuerbaren Energien, gegenüber dem Business as Usual Szenario (Ausbau der Erneuerbaren ohne systematische Integration) zu ermitteln und in einer Broschüre für ein breites Publikum aufzuarbeiten.


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