Verkehrliche Klimawirkungen von Einkäufen im Versandhandel oder stationären Einzelhandel

  • Projekt-Nr.150717
  • Laufzeit 01/2016 - 06/2016

Im Verkehr ist die technische Dekarbonisierung der genutzten Antriebsenergien erst in einigen Jahrzehnten zu erwarten. Neben der fortschreitenden Transformation der Energie- und Verkehrssysteme entwickeln sich marktgetrieben neue Trends, die gegenläufige Wirkungen auf die Kohlenstoffintensität menschlicher Aktivitäten entfalten können. So expandiert neben dem Versandhandel auch der damit verbundene Verkehr von Gütern erheblich. Zunehmende LKW-Verkehre und zahlreiche Zustellfahrzeuge in den Innenstädten markieren einen Wachstumsmarkt. Industrie und Handel sind als Verlader gefordert, die Klimawirkungen der von ihnen nachgefragten Güterverkehre bei ihren Entscheidungen zur Gestaltung der Wertschöpfungsketten zu berücksichtigen. Die Logistikdienstleister sind dabei für eine möglichst klimaschonende Abwicklung zuständig.

Wie aber steht es um die Endkunden und deren Entscheidungen? Ist es für das Klima vorteilhafter, wenn sie gestützt auf traditionelle Kataloge oder neuerdings vermehrt das Internet im Versandhandel Waren bestellen und sich diese liefern lassen? Oder ist es sinnvoller, wenn sie Einrichtungen des stationären Einzelhandels besuchen und den Transport der eingekauften Waren selbst übernehmen?

Welche Segmente des Versandhandels lassen sich unterscheiden und welche Faktoren bestimmen die Klimawirkungen der davon verursachten Güterverkehre? Wie beeinflusst der Versandhandel zugleich den Einkaufsverkehr? Denn klar ist, dass beide Verkehrsarten in einem engen Wechselverhältnis zueinander stehen.

Diesen Fragen und Überlegungen geht das hier beschriebene Projekt nach. Das Ergebnis ist eine überblicksartige systematische Analyse der relevanten Faktoren und deren Zusammenwirken. Dabei werden aktuelle Trends und vorliegende empirische Befunde beleuchtet sowie Möglichkeiten zur klimaschonenden Ausgestaltung seitens der Akteure sowie der Rahmenbedingungen identifiziert.