P2X

Erforschung, Validierung und Implementierung von "Power-to-X" Konzepten

  • Projekt-Nr.150914
  • Laufzeit 09/2016 - 08/2019

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit den "Kopernikus-Projekten für die Energiewende" vier Schlüsselbereiche der Transformation des Energiesystems:

  • die Entwicklung von Stromnetzen (ENSURE),
  • die Speicherung überschüssiger erneuerbarer Energie durch Umwandlung in andere Energieträger (P2X),
  • die Neuausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung (SynErgie), und
  • das verbesserte Zusammenspiel aller Sektoren des Energiesystems (ENavi).

Die Kopernikus-Projekte sind Teil des Energieforschungsprogramms der Bundesregierung "Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung". An den letzten drei von den oben genannten vier Kopernikus-Projekten ist das Wuppertal Institut beteiligt.

Ziel des Kopernikus-Projektes P2X ist es, Lösungen zu erarbeiten, zu demonstrieren und zu implementieren, mit denen unter Einsatz erneuerbar erzeugter elektrischer Energie stoffliche Energieträger und chemische Produkte für Anwendungen in den industriellen Leitmärkten Energie, Transport/Verkehr und Chemie wirtschaftlich, zeitlich flexibel und auf die gesellschaftlichen Bedürfnisse abgestimmt produziert werden. In der aktuellen, ersten Förderphase stehen Forschungsarbeiten zur kompletten Wertschöpfungskette von elektrischer Energie bis zu stofflichen Energieträgern und Produkten im Fokus. Auf dieser Basis sollen dann die neuen technologischen Entwicklungen innerhalb von zehn Jahren bis zur industriellen Reife gebracht werden.

Die entsprechenden Forschungsarbeiten werden von einem Konsortium aus insgesamt 48 Partnern, davon 18 Forschungseinrichtungen, 27 Industrieunternehmen sowie drei zivilgesellschaftliche Organisationen durchgeführt. Die Koordination erfolgt durch das Institut für Technische Chemie und Makromolekulare Chemie (ITMC) an der RWTH Aachen, dem Institut für Energie- und Klimaforschung (IEK-9) am Forschungszentrum Jülich sowie die Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA, Frankfurt).

Die Forschungsgruppe Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen am Wuppertal Institut arbeitet schwerpunktmäßig im Forschungscluster A3 (Hochtemperatur Co-Elektrolyse zur Synthesegaserzeugung) mit. Zu ihren Aufgaben gehören vor allem Analysen zur Systemintegration sowie zur gesellschaftlichen Akzeptanz. Zum Beispiel werden Anforderungen an den flexiblen Einsatz der HT-Co-Elektrolyse aus Sicht des Stromsystems und hinsichtlich der Verfügbarkeit von CO2-Quellen identifiziert sowie verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für das Produkt Synthesegas bewertet. Ferner wird untersucht, wie die neue Technologie von Multiplikatoren in Wirtschaft und Gesellschaft wahrgenommen wird. Zusätzlich ist das Forschungsteam an den projektübergreifenden Roadmapping Arbeiten beteiligt, die die Grundlage für ein laufendes Monitoring der jeweiligen Technologieentwicklungen bilden. Zu den Arbeiten gehören unter anderem die Abstimmung bzw. Erstellung von Bewertungsindikatoren, Daten, Szenarien und Technologiesteckbriefen.