PANE

Auswirkungen des CDM auf den Energiemix und die potenzielle Rolle des Nachhaltigkeitsmechanismus im Pariser Abkommen als Vorreiter einer Energiewende in ausgewählten Staaten

  • Projekt-Nr.251037
  • Laufzeit 11/2016 - 06/2017

Die Dekarbonisierung der Energieversorgung ist ein zentrales Element der Transformation, die zum Erreichen der Klimaziele des Pariser Abkommens erforderlich ist. Dieses Projekt analysierte, wie Artikel 6 des Pariser Abkommens genutzt werden kann, um den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern.

Im Clean Development Mechanism (CDM) des Kyoto-Protokolls wurde die Effektivität der gebotenen Anreize begrenzt durch hohen Transaktionskosten, Risiken bei der Ausgabe der Emissionsgutschriften und Preisrisiken. Zudem ergab sich durch den technologie-neutralen Ansatz, dass die Anreize für einige Projekttypen ineffizienzt hoch waren, für andere jedoch zu niedrig – einschließlich von CO2-vermeidenden Projekten zu erneuerbarer Stromerzeugung.

Die Öffnung von Artikel 6 für Designoptionen auf der nationalen Ebene könnte dabei helfen, diese Begrenzungen zu überwinden, indem nationale Instrumente für den Klimaschutz genutzt werden. Artikel 6 könnte genutzt werden, um Politikinstrumente zu unterstützen, die sich bereits als hocheffektiv in der Mobilisierung privater Investitionen gezeigt haben. Ein Kernteil der Studie bestand darin, Kooperationsoptionen auf Basis solcher nationaler Politiken zu entwickeln. Im Detail untersuchte die Studie Optionen für:

  • sektorweite Gutschriften (sectoral crediting) für den Stromsektor,
  • Handel mit Erneuerbare-Energien-Gutschriften und die Verknüpfung von Systemen von Erneuerbare-Energien-Quote,
  • internationale Kofinanzierung von Erneuerbare-Energie-Auktione und
  • internationale Kofinanzierung von Einspeisevergütungen.  

Für Länder, die noch nicht über die Kapazität verfügen, solche Politiken umzusetzen, könnten programmatische Ansätze verwendet werden, wie sie im CDM entwickelt wurden. Solch ein politikbasierter Ansatz wäre ein deutlicher Wandel der traditionellen projektbasierten Ansätze, wie denen der Kyoto-Mechanismen. Er würde voraussetzen, dass Investoren- und Gastgeberländer willens und in der Lage sind, auf politischer Ebene zu verhandeln. Diese Rolle wäre sehr unterschiedlich zu ihrer Rolle im CDM, der Ausstellung von Genehmigungen für Projekte, die von privaten Akteurinnen und AKteuren betrieben werden.