GRT

Green Recovery Tracker

  • Projekt-Nr.152249
  • Laufzeit 08/2020 - 03/2021

Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie haben viele Länder weltweit Nothilfe- und wirtschaftliche Stabilisierungsprogramme eingeleitet. Aus Klimaschutz-Perspektive ist entscheidend, dass diese Konjunkturpakete mit den langfristigen Klima- und Nachhaltigkeitszielen in Einklang stehen. Daher sollten die Maßnahmen nicht nur kurzfristig die Wirtschaft ankurbeln, sondern auch den Weg für einen gerechten Übergang zur Klimaneutralität ebnen. Obwohl die Europäische Union (EU) bereits angekündigt hat, dass der wirtschaftliche Aufschwung mit den Klimazielen der EU und der Green-Deal-Agenda in Einklang gebracht werden sollte, gibt es keinen Konsens oder einen etablierten Maßstab dafür, wie ein effektiver und grüner Aufschwung aussieht. Infolgedessen besteht ein hohes Risiko, dass konventionelle Konjunkturprogramme nicht zu den Klimazielen der EU beitragen.

Daher gehen das Wuppertal Institut und E3G (Third Generation Environmentalism) innerhalb des Projekts "Green Recovery Tracker" folgenden Fragen nach: Welche Maßnahmen tragen zu einer effektiven und nachhaltigen Erholung der Wirtschaft bei? Welche guten Beispiele dienen als Inspiration für Konjunkturprogramme und unterstützen die nachhaltige Entwicklung? Wo stehen die einzelnen Mitgliedstaaten in Bezug auf die Ausrichtung ihrer Recovery-Aktivitäten zur klimapolitischen Agenda?

Das Projekt baut auf der Arbeit bestehender Initiativen, die Konjunkturpakete verfolgen, auf und erweitert diese . Darüber hinaus bewerten die Forschenden die Stärken und Schwächen einzelner Wiederaufbauprogramme mit europäischem Fokus systematisch und vergleichen verschiedene nationale Initiativen miteinander. Auf einer Projekt-Website wird daraus eine Wissensbasis entstehen, die Zivilgesellschaft und andere progressive Organisationen in ihrer Arbeit zu klimafreundlichen Wiederaufbaubemühungen unterstützt. Der Fokus des Trackers liegt zunächst auf den Mitgliedsländern der EU.

Das Projekt wird von der European Climate Foundation gefördert.