Beratungsleistung zu Umweltauswirkungen des WiRD-Projektes

  • Projekt-Nr. 350628
  • Laufzeit 08/2015 - 12/2016

Wiederverwendung und insbesondere die Vorbereitung zur Wiederverwendung u. a. durch Reparatur und Wiederaufbereitung von Produkten sind in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus politischer Initiativen geraten. So weisen insbesondere auf europäischer Ebene sowohl der Fahrplan zu einem ressourceneffizienten Europa als auch der Aktionsplan Kreislaufwirtschaft der Europäischen Kommission auf die Potentiale hin, die mit Blick auf Ressourceneinsparungen aber auch Arbeitsplätze durch verbesserte Strukturen in diesem Bereich realisiert werden könnten. Das Projekt entwickelt Strukturen für ein möglichst handhabbares und in der Praxis umsetzbares Konzept zur Erfassung wiederverwendeter Mengen und den damit verbundenen ökologischen Vorteilen. Es baut dabei insbesondere auf Erfahrungen anderer europäischer Mitgliedsstaaten wie Belgien und Österreich auf, wo in der Vergangenheit bereits deutliche Steigerungen der Mengen wiederverwendeter Produkte durch regionale Netzwerke mit einheitlichen Qualitäts- und Berichtsstandards erzielt wurden.

In Deutschland hat sich das Projekt "Wiederverwendungs- und Reparaturzentren in Deutschland (WiRD)" das Ziel gesetzt, die zahlreichen bestehenden Initiativen zu vernetzen und so zur Entwicklung einheitlicher Qualitäts- und Berichtsstandards beizutragen. Vor diesem Hintergrund zielt das hier dargestellte Arbeitspaket zur wissenschaftlichen Begleitung des WiRD-Projekts insbesondere auf ökologische Evaluierung der verschiedenen Maßnahmen zur Vorbereitung zur Wiederverwendung ab. Dazu wurden ökologische und mengenmäßige Bilanzierungsmodelle, die bereits im In- und Ausland angewendet werden, auf ihre Übertragbarkeit für das zu entwickelnde Dachmarkenkonzept und Lizensierungsmodell überprüft und darauf aufbauend ein Konzept für ein solches Evaluierungsmodell für die regelmäßige Selbstüberprüfung der im Dachverband vertretenen Institutionen entwickelt.