Open Access Policy

Als Institut der angewandten Nachhaltigkeitsforschung mit dem Fokus auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse sieht es das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie als wichtige Aufgabe an, die Ergebnisse seiner Forschung der interessierten Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen.

Unter Open Access wird der kostenfreie und öffentliche Zugang zu wissenschaftlichen Beiträgen über das Internet verstanden. Interessierte sollen die Volltexte uneingeschränkt lesen, herunterladen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen, auf sie verweisen und sie auch sonst auf jede denkbare legale Weise benutzen können, ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren. Die Urheberrechte der Autorinnen und Autoren bleiben dabei unberührt, denn für die Nutzenden ist das wissenschaftlich korrekte Zitieren der Autoren eine selbstverständliche Pflicht.

Das Wuppertal Institut unterstützt die weltweite Open-Access-Initiative und betrachtet die "Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen" als wegweisend.

Zur Förderung von Open Access hat das Wuppertal Institut folgende Leitlinie beschlossen:

"Forschungsergebnisse des Wuppertal Instituts sollten möglichst digital publiziert werden und frei zugänglich sein. Veröffentlichungsform, -ort und -weise sind den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern freigestellt.

Das Wuppertal Institut erwartet von seinen Forschenden, dass sie ihre Ergebnisse nach dem Open-Access-Modell veröffentlichen. Sei es in einem Open-Access-Journal oder indem eine Kopie des begutachteten und veröffentlichten Artikels auf dem Publikationsserver des Wuppertal Instituts hinterlegt wird.

In jedem Fall sind die Autorinnen und Autoren gehalten, sich die Verwertungsrechte zu sichern, um zusätzlich zu etwaigen kommerziellen Nutzungen durch Verlage den freien Zugang anderer Forscherinnen und Forscher zu ihren Beiträgen zu gewährleisten. Dies erfolgt durch die Bereitstellung einer digitalen Kopie der Beiträge. Zudem wirkt das Wuppertal Institut darauf hin, dass mit den Auftraggebern von Drittmittelprojekten und ggf. Projektpartnern Vereinbarungen getroffen werden, um Projektberichte frei verfügbar zu machen. Das Wuppertal Institut stellt dazu eine einheitliche Formulierungshilfe zur Verfügung.

Die Autorinnen und Autoren ermöglichen den freien Zugriff auf ihre Forschungsergebnisse durch Speichern in digitaler Form in einem institutionellen, über das Internet frei zugänglichen Archiv. Dies erfolgt zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach der Veröffentlichung, vorzugsweise auf dem Publikationsserver des Wuppertal Instituts.

Der Publikationsserver bietet den Autorinnen und Autoren die weltweite Verfügbarkeit der Volltexte und eine langfristige Archivierung ihrer Publikationen. Die Beiträge werden mit Hilfe von strukturierten Metadaten bibliographisch beschrieben und über nationale und internationale Bibliothekskataloge, Suchmaschinen und andere Nachweisinstrumente erschlossen.

Für die Veröffentlichung auf diesem Server hat die wissenschaftliche Qualitätssicherung des Instituts geeignete Verfahren entwickelt und wacht über deren Einhaltung. Die Umsetzung und Weiterentwicklung dieser Open-Access-Leitlinie orientiert sich an nationalen und internationalen Aktivitäten der Wissenschaftsorganisationen und der Fachcommunities.

Zur Umsetzung dieser Leitlinie unterstützt das Wuppertal Institut die Forschenden und steht ihnen beratend zur Seite."

Open Access Publikationsfonds

Das Wuppertal Institut hat mit Beginn des Jahres 2015 einen Open-Access-Publikationsfonds eingerichtet und unterstützt damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch die Übernahme der anfallenden Publikationsgebühren. Für das Jahr 2016 hat der Fonds ein Gesamtvolumen von 10.000 Euro.

Kriterien der Mittelvergabe

Für die Erstattung von Publikationskosten aus dem Open-Access-Publikationsfonds gelten folgende Bedingungen:

  • Ein Angehöriger / eine Angehörige des Wuppertal Instituts muss als "submitting author" oder als "corresponding author" für die Bezahlung der Publikationskosten (article processing charges) verantwortlich sein. Externe Doktorandinnen und Doktoranden müssen dem Erstattungsantrag ihren Doktorandenvertrag und ihre Betreuungsvereinbarung beilegen.
  • Die Publikation muss in einer Zeitschrift erscheinen, deren Beiträge ein im jeweiligen Fach anerkanntes Qualitätssicherungsverfahren ("Peer Review") anwenden. Als Referenzpunkte dienen die Liste referierter Zeitschriften des Wuppertal Instituts und das Directory of Open Access Journals (DOAJ).
  • Falls die Publikation in einem kommerziell arbeitenden Verlag erscheint, sollte dieser Mitglied in der Open Access Scholarly Publishers Association (OASPA) sein und deren Kriterien entsprechen.
  • Das Gesamtvolumen des Publikationsfonds wird hinsichtlich der Verwendungsmöglichkeit zweigeteilt:
    Die Hälfte der Mittel (5000 Euro) wird für die Freischaltung von Artikeln in prinzipiell subskriptionspflichtigen Zeitschriften zur Verfügung gestellt. Als durch den Fonds erstattungsfähige Obergrenze pro Artikel wird 1000 Euro festgelegt. Wird diese Grenze überschritten, muss die jeweilige Abteilung die Differenz tragen.
    Die zweite Hälfte der Mittel wird ausschließlich für Publikationen in Zeitschriften zur Verfügung gestellt, deren Beiträge sämtlich unmittelbar mit Erscheinen über das Internet für Nutzer entgeltfrei zugänglich sind.
  • Die Höhe der Publikationsgebühr muss für die erbrachte Leistung des Verlags angemessen und nachvollziehbar sein. Die durchschnittliche Open-Access-Publikationsgebühr liegt derzeit bei 906 US-Dollar.
  • Der Verlag muss sicherstellen, dass die von ihm verlegte Open-Access-Veröffentlichung unter einer Lizenz (wie z. B. Creative Commons) erscheint, die eine rechtssichere Nachnutzung ermöglicht.
  • Wenn spezielle Publikationsmittel, z. B. der EU, DFG oder von anderen Drittmittelgebern zur Verfügung stehen, soll der Fonds nicht in Anspruch genommen werden.

Kontakt

Dr. Franziska Stelzer

Tel.: +49 202 2492-224

Fax: +49 202 2492-108

franziska.stelzer@wupperinst.org