Stadtwandel und Urbanität

In Städten werden 80 Prozent der globalen anthropogenen Treibhausgase emittiert. Der größte Teil der Ressourcen wird in urbanen Räumen verbraucht, denn etwa die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten. Diese zentralen Orte des Wandels sind zugleich Ausgangspunkt sozialer Veränderungen.

Hier ballen sich langlebige Infrastrukturen, deren Umgestaltung ein wichtiger Baustein für den Weg in eine nachhaltige Energieversorgung und eine ressourcenleichte Welt ist. Die Dichte von Akteuren in Städten erlaubt es, neue technologische Lösungen, Lebensstile und lokale Identität mit neuen Geschäftsmodellen zu verbinden.

Lebenskultur in urbanen Räumen
Die Lebenskultur in urbanen Räumen verändert sich. Das Wuppertal Institut untersucht, worauf es beim Wandel hin zu ökologisch nachhaltigeren Städten ankommt. Foto: Daniel Rosenthal / laif

Transition-Strategien für Städte verknüpfen daher technologische Umbauszenarien mit sozialen und ökonomischen Visionen für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Städte werden zu "Reallaboren" für eine Forschung über und für Übergänge zu einer nachhaltigen Entwicklung. Hier können unterschiedliche Handlungsstrategien kombiniert und integriert untersucht werden: Klima- und Ressourcenschutz, Anpassung an den Klimawandel, der Umbau der Energiesysteme, neue Modelle für Produktion und Konsum.

Voneinander lernen: Städte aus Deutschland und China

Bausteine für ein solches integriertes Stadtentwicklungskonzept wurden für die chinesische Stadt Wuxi und für die Region Düsseldorf erarbeitet. Im engen Austausch mit politischen und administrativen Entscheidungsträgern wurde ein intensiver Dialog zwischen beiden Regionen initiiert. In dem Prozess geht es um ein "gemeinsames Lernen", denn beide Städte waren bereit, zum "Vorreiter" für den Übergang in eine nachhaltige Zukunft zu werden.

Wuppertal und NRW

Ein zentrales Experimentierfeld ist der Standort Wuppertal. Seit jeher ist hier die Zusammenarbeit mit den kommunalen Akteuren ein fester Bestandteil der Forschungsaktivitäten des Wuppertal Instituts.

Auch Nordrhein-Westfalen und insbesondere die Kommunen des Ruhrgebietes stehen vor der anspruchsvollen Aufgabe, die Energiewende lokal umzusetzen und ihren Beitrag zu den Klimaschutzzielen von Bundes- und Landesregierung zu leisten. Dies geschieht vor dem Hintergrund tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen in der Region: Wirtschaft, Altersaufbau und Sozialgefüge verändern sich spürbar. Im Verbund mit zahlreichen Partnern begleitet das Wuppertal Institut diese Prozesse mit seinem integrativen Ansatz.

Kontakt

Dr. Ralf Schüle

Tel.: +49 202 2492-110

Fax: +49 202 2492-250

ralf.schuele@wupperinst.org

Daniel Vallentin

Viele Städte haben sich aufgemacht, ihre Zukunft ökologisch und sozial zu gestalten. Das Wissen der verschiedenen Akteure und der Forschung zusammenzubringen, ist ein entscheidender Faktor bei der Transformation.

Dr. Daniel Vallentin
Leiter Büro Berlin und Projektleiter

Themen

Schwerpunkte der Stadtwandelforschung finden in Wuppertal und in Nordrhein-Westfalen insbesondere im Ruhrgebiet statt:

News Termine

Hier finden Sie aktuelle Hinweise auf Forschungsergebnisse und -aktivitäten zum Bereich Stadtwandel und Urbanisierung sowie Veranstaltungen zum Thema, in denen das Wuppertal Institut aktiv ist.

Projekte

Eine Auswahl von Projekten in und für Städte im Wandel.