Darmstädter Definition Nachhaltiger Geldanlagen

Klärung eines vielfältigen Begriffs

  • Publikationen 17.12.2004
Darmstädter Definition Nachhaltiger Geldanlagen

Geldanlagen sind nicht schon dann nachhaltig, wenn sie fortlaufend gute Erträge bringen; sie müssen auch in ökologischer und sozial-kultureller Hinsicht zur Zukunftsfähigkeit der Menschheit beitragen.

 

Wann diese Bedingung erfüllt ist, darüber besteht besonders bei den Managern von Anlagefonds Unsicherheit. Verbreitet ist die Neigung, Anlageformen schon dann mit dem Gütezeichen "Nachhaltige Geldanlage" zu versehen, wenn sie nur in einzelnen Bereichen - sozial, religiös, ökologisch - den Wertvorstellungen der jeweiligen Anleger entsprechen. Um hier Begriffssicherheit zu schaffen, hat die Projektgruppe Ethisch-Ökologisches Rating auf Anregung des "Forums Nachhaltige Geldanlagen" und des Vereins "Ethisch orientierte Investoren (CRIC e.V.)" in Darmstadt einen Expertenworkshop zum Thema "Begriff und Verständnis nachhaltiger Geldanlagen" veranstaltet. In der Expertengruppe haben Vertreter von Unternehmen unterschiedlicher Branchen, von Banken, von Investoren, aus der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft mitgewirkt.

 

Das Ergebnis ist die "Darmstädter Definition Nachhaltiger Geldanlagen": Nach Meinung aller Experten, die an der Erarbeitung der Darmstädter Definition mitgewirkt haben, soll sie dazu dienen, dem Begriff und Verständnis von Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Verwaltung mehr Klarheit und Stringenz zu verschaffen. So kann in der Öffentlichkeit und ganz besonders bei Investoren das Bewusstsein gestärkt werden, dass nachhaltige Geldanlagen ein Schlüssel für die Förderung einer zukunftsfähigen Wirtschaft sind.

 

 

Johannes Hoffmann, Gerhard Scherhorn, Timo Busch (Hrsg.):

Darmstädter Definition Nachhaltiger Geldanlagen

Wuppertal 2004, ISBN 3-929944-61-8

(Wuppertal Spezial Nr. 31)