Optionen und Prioritäten synthetischer Kraftstoffe

Greenpeace-Kurzstudie zu Power-to-X erschienen

Autoverkehr
  • News 03.04.2019

Diese Kurzstudie "Der Beitrag von synthetischen Kraftstoffen zur Verkehrswende: Optionen und Prioritäten?" geht auf den möglichen Beitrag von synthetischen Kraftstoffen zur Verkehrswende ein. Dr.-Ing. Frederic Rudolph, Projektleiter in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut, stellt in seiner Kurzstudie die Einsatzmöglichkeiten dar, zeigt alternative Minderungsoptionen auf, und vergleicht sie mit den Einsatzmöglichkeiten von synthetischen Kraftstoffen. Zudem gibt die Studie einen Überblick über volkswirtschaftliche Effekte, auf deren Basis abschließend Schlussfolgerungen für den Beitrag synthetischer Kraftstoffe zur Verkehrswende abgeleitet und diese in Handlungsleitlinien (Prioritäten) übersetzt werden.

Synthetische Kraftstoffe sind eine Option im Portfolio der Klimaschutzstrategien und können bei konsequenter Umsetzung von Vermeidungs-, Verlagerungs- und Verbesserungsmaßnahmen zur kompletten Dekarbonisierung des deutschen und internationalen Verkehrssektors beitragen. "Abzuwägen ist dabei stets, dass ihr Gesamtwirkungsgrad aufgrund der zahlreichen Umwandlungsschritte unvorteilhaft und ihre Herstellung entsprechend teuer ist. Anreize für alternative Mobilitätsangebote und Verkehrsmittel sowie Nachfragesteuerung über den Preis und gezielte Regulation sind weiterhin prioritäre Strategien für die nötige Vermeidung verkehrsbedingter Emissionen", sagt Dr.-Ing. Frederic Rudolph. Vermeidung und Verlagerung sind effektiv und im Vergleich zur Referenzentwicklung ohne ambitionierten Klimaschutz mit geringen volkswirtschaftlichen Kosten und häufig gar Nutzen verbunden.

Die Fahrzeugeffizienz und Antriebswechsel hin zu direkter Elektrifizierung – etwa batteriebetriebene Pkw oder Oberleitungs-Lkw – haben im Vergleich zu synthetischen Kraftstoffen erhebliche Vorteile. Hinzu kommen im Verbund vorgelagerter Optionen solche, die die Systemeffizienz erhöhen. Dazu zählen etwa Tempolimits und das vermehrte Car- oder Ridesharing.
"PtX-Kraftstoffe sind bevorzugt dort einzusetzen, wo es kaum Alternativen gibt, etwa für die Dekarbonisierung des internationalen Flug- und Seeverkehrs. Insofern sind politisch gesehen Nachfragesteuerung und Fahrzeugeffizienz in diesen Segmenten so zu betreiben, dass die globale Nachfrage die nachhaltigen Bereitstellungsoptionen von Power-to-Liquid (PtL) nicht übersteigt", sagt Frederic Rudolph.

Die komplette Kurzstudie "Der Beitrag von synthetischen Kraftstoffen zur Verkehrswende: Optionen und Prioritäten?" ist im nachfolgenden Link zu finden.