Toblacher Gespräche 2019

Was wissen die Bäume? Zur Herrlichkeit und Drangsal der Wälder

  • Termine 27.09. - 29.09.2019
  • Ort Toblach, Italien

Die Toblacher Gespräche 2019 wollen in das Geheimnis der Bäume einführen und dadurch die Vielfalt des Lebens in den Alpen erkunden. Haben Bäume ein Gedächtnis? Wie tauscht ein Wald Nachrichten aus? Das kratzt am hergebrachten Naturverständnis: Wir sind nicht abgetrennt  von der Natur, sondern selbst Teilnehmender an dem Naturspiel.  Zum Beispiel hat der Mensch ebenso wie die Natur das Zusammenspiel von Almen und Bergwald, von Tälern und Dörfern geschaffen, wofür die Alpen berühmt sind. Wälder sind Lebensräume von Flora und Fauna. Auf der anderen Seite fällt ein langer Schatten auf die Glorie der alpinen Wälder. Hoch geschätzt von Romantikern und Sägereien gleichermaßen, sind die Wäldern besonders durch den Klimawandel gefährdet: Sturmschäden, Dürre, Insektenbefall werden häufiger. Dazu kommen Zivilisationsschäden wie Skianlagen und Straßenbau.

In Workshops werden Zugänge zur Waldpädagogik eröffnet: durch Beobachtung, Fotografieren, Sinneswahrnehmung und Meditation. In einer abschließenden Diskussionsrunde wird die Frage angegangen: Was kann die Forstwissenschaft und -wirtschaft tun, um die Herrlichkeit der Wälder von der Drangsal des Klimawandels zu schützen? Die diesjährigen Toblacher Gespräche finden vom 27. bis 29. September 2019 im Euregio Kulturzentrum Gustav Mahler im italienischen Toblach statt.

An der Nahtstelle zwischen zwei Kulturen haben die Toblacher Gespräche von 1985 bis 1999 und von 2005 bis 2007 unter Leitung von Hans Glauber entscheidende Umweltthemen aufgegriffen. Die jährlichen Gespräche wurden zu einer renommierten Denkwerkstatt für die ökologische Wende im alpinen Raum und darüber hinaus. Nach dem Tod von Hans Glauber im Jahr 2008 übernahm Wolfgang Sachs, Senior Researcher am Wuppertal Institut, die Aufgabe des Kurators. Seit 2010 betreuen Wolfgang Sachs und Karl-Ludwig Schibel gemeinsam die Gespräche.

Weitere Informationen sind dem nachfolgenden Link zu entnehmen.


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