Steigender Nahrungsmittelkonsum belastet Planeten

Eine Abschätzung der ökologische Belastungen durch den Nahrungsmittelkonsum

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  • News 21.10.2020

Nahrung ist ein menschliches Grundbedürfnis, aber Überverbrauch, Knappheit und Unsicherheit stellen eine Gefahr für die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen dar. Das Ernährungssystem ist ein komplexes globales Netzwerk von Produktion, Konsum und Handel. Als solches wird es von verschiedenen wirtschaftlichen, ökologischen, politischen, technologischen und sozialen Faktoren geprägt. Aber auch das soziale Wohlergehen und Nachhaltigkeit sind untrennbar mit dem Ernährungssystem verbunden. Eine nachhaltige Ernährung kann nicht nur die Auswirkungen der Lebensmittelproduktion auf die Umwelt und das Klima verringern, sondern auch zur Ernährungssicherheit beitragen.

Prof. Dr.-Ing. Philipp Schepelmann, Senior Researcher im Forschungsbereich Stadtwandel in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut, sowie die wissenschaftlichen Mitarbeiter José Acosta Fernandez und Mathieu Saurat aus dem Forschungsbereich Sektoren und Technologien in der Abteilung Zukünftige Energie- und Industriesysteme am Wuppertal Institut haben in Zusammenarbeit mit weiteren Forschenden die Auswirkungen des Nahrungsmittelkonsums privater Haushalte auf Umwelt, Wirtschaft und Arbeitsplätze für mehrere Jahre untersucht und berechnet. Ihre Ergebnisse erschienen nun in einer Sonderausgabe der Wissenschaftszeitschrift "Sustainability" unter dem Titel "Driving Forces of Changing Environmental Pressures from Consumption in the European Food System".

Das Autorenteam zeigt, dass durch den technologischen Fortschritt in der globalen Lieferkette in Europa in den vergangenen Jahren die Umwelt entlastet hat. Auch eine veränderte Zusammensetzung der verbrauchten Lebensmittel trägt dazu bei, dass Lebensmittel umweltfreundlicher werden und wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Diese positiven Auswirkungen relativieren sich jedoch durch den steigenden Nahrungsmittelverbrauch. Ihre Untersuchung bestätigte die These, dass zunehmender Konsum und das damit verbundene Wirtschaftswachstum in den industrialisierten Gesellschaften der wichtigste Treiber von Ressourcenverbrauch und Umweltzerstörung ist.

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