Employment and Climate Change in Europe: Sustainable Development, Climate Change and Employment in the EU

  • Projekt-Nr.3228
  • Laufzeit 04/2005 - 05/2007

Klimawandel und Klimaschutzaktivitäten führen zu signifikanten Beschäftigungsgewinnen und -verlusten in der EU. Dies stellt eine enorme Herausforderung für die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik und die Sozialpartner dar. So lautet das Hauptergebnis einer Studie im Auftrag der EU-Kommission, Generaldirektion Umwelt, die von der European Trade Union Confederation (ETUC) und der Social Development Agency (SDA) koordiniert wurde. Weitere Mitglieder des Konsortiums waren Syndex, das Wuppertal Institut und ISTAS. Zudem wurde die Studie von sieben öffentlichen Institutionen kofinanziert: den Umweltministerien in Belgien, Spanien, Finnland, Italien und Großbritannien; ADEME und DIAC in Frankreich.
Die Studie hat wesentlich zu einem besseren Verständnis der Beziehungen zwischen Klimawandel und Beschäftigung als auch zwischen Klimaschutz und Beschäftigung in der EU beigetragen.
Der erste Teil der Studie untersucht die möglichen Auswirkungen der bereits begonnenen und weiter voranschreitenden Klimaerwärmung in Europa auf die Beschäftigung. Ein Hauptergebnis ist, dass selbst ein moderater Klimawandel Einfluss auf die ökonomische Aktivität und Beschäftigung in Europa haben wird, wobei einige Regionen und Sektoren besonders starke Auswirkungen spüren werden (z. B. negative Effekte in der Landwirtschaft oder im Tourismus einiger südlicher Regionen Europas, positive Effekte in der Landwirtschaft und im Tourismus einiger nördlicher Regionen und in der Versicherungswirtschaft). Ein stärker voran schreitender Klimawandel lässt vorwiegend negative Beschäftigungseffekte erwarten.
Basierend auf Länderstudien in elf europäischen Ländern und vier sektor-spezifischen Szenarien analysiert der zweite Teil der Studie die Herausforderungen eines Übergangs in eine CO2-arme europäische Wirtschaft auf die Beschäftigung, mit Blickwinkel bis zum Jahr 2030. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass durch engagierte Maßnahmen zur 40%igen CO2-Emissionsreduktion bis 2030 in der Summe keine Arbeitsplätze abgebaut werden. Allerdings verändern sie deutlich Arbeitsangebot und -nachfrage sowie die Qualifikationsstruktur innerhalb und zwischen den Sektoren.


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