FORESCENE

Development of a Forecasting Framework and Scenarios to Support the EU Sustainable Development Strategy

  • Projekt-Nr.3311
  • Laufzeit 12/2005 - 11/2008

FORESCENE hat einen übergeordneten Rahmen entwickelt, um Nachhaltigkeitsszenarien zu schaffen, welche innerhalb der EU angewendet werden, aber auch auf andere Bereiche übertragen werden können. Einer Reihe von Fragen wurde mit Hilfe der Kombination von analytischen und partizipativen Ansätzen nachgegangen.
Für eine umfassende Problemdefinition wurden die sich überschneidenden Treiber der verschiedenen Umweltbereiche wie Biodiversität, Boden, Wasser, Ressourcennutzung und Abfall ermittelt, wobei das Wuppertal Institut für Ressourcennutzung und Abfall zuständig war (Was sind die Probleme?).
Experten und Interessengruppen waren an einem Prozess beteiligt, innerhalb dessen Ziele für die Bereiche Landwirtschaft, Infrastruktur/Landnutzung und Wirtschaft/Industrie formuliert wurden (Wohin soll es gehen?).
Es wurden Schlüsselstrategien bestimmt, von denen man sich sektorübergreifend positive Effekte erwartet (Wie schafft man es bis dorthin?).
Eine neue Art von Meta-Modell wurde als ein heuristisches Werkzeug zur Unterstützung politischer Entwicklung entworfen. Das FORESCENE Modell erlaubt das Backcasting von Strategien-Kombinationen, mit denen die vorher definierten Nachhaltigkeitsziele erreicht werden können (Was muss getan werden?).
Mit Hilfe des Bayessches Netzes integriert das Modell "harte" Ergebnisse bestehender Modelle und "weiche" Experten-Entscheidungen. Den daraus resultierenden Ergebnisse sind Wahrscheinlichkeiten zugeordnet.
Das FORESCENE Model wurde entwickelt um Verlagerungen zwischen unterschiedlichen Problemen und Regionen aufzudecken und zu minimieren, insbesondere bezüglich der Auswirkungen von Aktivitäten innerhalb der EU-25 auf andere Weltregionen.
Ein Focus lag auf den Effekten der gestiegenen Ressourcenproduktivität als einer übergreifenden Schlüssel-Strategie für die Nachhaltigkeit. Landnutzungsmanagement und eine vermehrte Nutzung von Biomasse wurden berücksichtigt und die Folgen für Biodiversität, die gesamte Ressourcenentnahme, Abfall und Wasserhaushalt abgeschätzt. Für die EU-25 Staaten wurden Basis- und Alternativszenarien, die einen Ausblick bis 2050 geben, entwickelt.
Das Wuppertal Institut hat das Projekt während seiner gesamten Laufzeit koordiniert.


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