Welche Rolle spielt Wasser für die Energiewende?

Neues Forschungsprojekt untersucht Einfluss von Einschränkungen in der Wasserverfügbarkeit auf die weltweite Energiewende

Fluss
  • News 20.09.2017

Am 12. und 13. September 2017 fand in Karlsruhe die Auftaktveranstaltung für die Fördermaßnahme "GROW – Globale Ressource Wasser" des Bundesministeriums für Forschung und Bildung (BMBF) statt. Teil dieses Förderprogramms ist das Forschungsprojekt WANDEL, in welchem das Wuppertal Institut zusammen mit acht weiteren deutschen Forschungseinrichtungen und KMUs (kleine und mittlere Unternehmen) die Schnittstellen zwischen Energieerzeugung und Wasserressourcen untersuchen wird. Unter Koordination des Center for Environmental Systems Research (CESR) der Universität Kassel soll dazu in den nächsten drei Jahren der Frage nachgegangen werden, inwieweit die Verfügbarkeit von Wasser die Energiewende begünstigen oder sogar verzögern kann. Ziel ist es dabei mit Hilfe von regionalen und globalen Analysen eine fundierte Wissensgrundlage zu schaffen und praxisorientierte Lösungsansätze zu erarbeiten.

Im Mittelpunkt des vom Wuppertal Instituts durchgeführten Teilvorhabens steht auf regionaler Ebene die Durchführung einer Fallstudie zu solarthermischen Kraftwerken (CSP) in Marokko, in der die lokalen Zusammenhänge zwischen Wasserressourcen und Energietechnologien analysiert werden. Daneben werden auf globaler Ebene die zukünftige Verbreitung ausgewählter Energietechnologien und deren Wasserverbräuche untersucht mit dem Ziel, den zukünftigen Wasserverbrauch für Energie bis 2030 mit Ausblick auf 2050 räumlich und zeitlich zu verorten.