UNFCCC-Prozess und Klimakonferenz

Konzeptualisierung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen und der dazugehörigen Politikprozesse

Nachhaltigkeit
  • News 21.12.2018

Was kann vom UNFCCC-Prozess und dem Pariser Klimaabkommen erwartet werden? Um einen transformativen Wandel zu erreichen, müssen bestehende, nicht nachhaltige Routinen, die in sozioökonomische Systeme eingebettet sind, in neue und nachhaltige Routinen umgewandelt werden.
Lukas Hermwille und Wolfgang Obergassel, beide Projektleiter der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut, Christiane Beuermann, stellvertretende Abteilungsleiterin derselben Abteilung, und Hermann E. Ott, ehemaliger und langjähriger Mitarbeiter des Wuppertal Instituts und inzwischen Leiter des Deutschlandbüros von Client Earth, konzeptualisieren in ihrem Artikel "UNFCCC before and after Paris – what's necessary for an effective climate regime?" die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Conventions on Climate Change, UNFCCC) und die dazugehörigen Politikprozesse als Katalysator für diese Übersetzung, indem sie ein strukturationstheoretisches Regimemodell anwenden. Das Modell unterscheidet zwischen Regeln (Normen und kollektivem Verständnis) und Ressourcen (Finanz- und Produktionsmittel sowie autoritärer und allokativer Macht). Außerdem ermöglicht es, Handeln (Agency) über die nationalstaatliche Ebene hinaus auf verschiedenen Ebenen zu begreifen.

Das Ergebnis der Analyse zeigt, dass sich der begrenzte Fokus der UNFCCC auf Emissionen und somit auf Ressourcen als wirkungslos erwiesen hat. Die statistische Aufteilung in Industrie- und Entwicklungsländer in den Anhängen der Konvention in Kombination mit dem Konsensprinzip hat bisher ambitionierten Klimaschutz verhindert.
Das Autorenteam kommt zu dem Schluss, dass die UNFCCC besser geeignet ist, um handlungsleitende Struktur in Form von Normen zu bieten. Die UNFCCC solle daher bewusst verstärkt auf die Schaffung von Normen und kollektivem Verständnis setzen, um effektiver zum globalen Klimaschutz beizutragen.

Der komplette Artikel ist im Climate Policy (Volume 17, 2017) erschienen und im nachfolgenden Link verfügbar.