Wie sich die Zukunft fortbewegt

FactorY-Magazin zum Thema Mobilität erschienen

Mobilität
  • News 20.02.2019
FactorY Mobilität

In der neuen Ausgabe der FactorY dreht sich alles um das Thema Mobilität. Im Magazin geht es um innovative Ansätze, die den Verkehr dekarbonisieren sowie um Alternativen beim täglichen Vorwärtskommen. Das Magazin widmet sich dem Stand der Entwicklung und den Möglichkeiten der Steuerung einer zukunftsgerechten Verkehrswende und will positive Bilder des Wandels vermitteln.

Von City-Maut über kostenlosen Nahverkehr bis zu autofreien Tagen reichen die Rezepte für die sich wandelnden Städte – inklusive Radschnellwege, Straßenbahnen und Elektrobusse. Thorsten Koska, Projektleiter in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut und Prof. Dr. Stephan Rammler vom Institut für Transportation Design zeigen mit ihrem Artikel "Die Städte nutzen den Raum" (Seite 16), was Stadtverwaltungen und die städtische Wirtschaft tun können, um die Verkehrswende attraktiver zu gestalten und wie Bürgerinnen und Bürger sie antreiben können.

Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts, betont in seinem Artikel "Das Domino-Prinzip" (Seite 23), dass der Wandel der heutigen automobilen Gesellschaft in mehrfacher Weise ein Dominostein für die "Große Transformation" ist. "Kaum ein Bereich ist so intensiv mit den anderen zentralen 'Wenden' zu einer nachhaltigen Gesellschaft verknüpft und in keinem anderen Feld gibt es eine so enge Verbindung mit den spezifischen Funktionsweisen des aktuellen Wirtschaftssystems", sagt Schneidewind. "Zukunftskunst" geht aber über den Verkehrssektor hinaus.

Im Artikel "Guter Verkehr ist reine (Öko)Routine" (Seite 36) geht Dr. Michael Kopatz, Projektleiter in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut, darauf ein, dass sich mit "Ökoroutine"-Konzepten die Verkehrswende konsequent einleiten ließe. Würden etwa Straßen und Flughäfen nicht erweitert, Bus- und Bahnverbindungen dafür umso mehr, sei das ein erster Schritt in Richtung suffiziente Mobilität – auch Bau- und Verkehrsindustrie hätten dann noch genug zu tun. "Niemand ändert seine Routinen aus Altruismus oder für den Klimaschutz, sagt Michael Kopatz, seine starke These: "Die Verkehrswende beginnt nicht in den Köpfen, sondern mit den Strukturen."

Der Beitrag "Von der Automobil- zur Mobilitätsindustrie" (Seite 43) von Oliver Lah, Leiter des Forschungsbereichs Mobilität und internationale Kooperationen in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut, beschreibt, wie sich die Fokussierung auf traditionelle Antriebe in Geschäftsmodellen und Wertschöpfungsketten die Transformation der Automobilindustrie zu nachhaltigen Mobilitätsdienstleitern beeinflusst. Mit dem Mobilitätswandel werden alte Modelle in Frage gestellt, andererseits können neue Mobilitätsdienstleistungsmodelle entstehen. Oliver Lah zeigt, wie Zukunftsmodelle für Unternehmen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aussehen können und wie der Staat den Ausstieg industriepolitisch stützen kann.

Der Weg zur Firma, anfallende Dienstreisen und der Unternehmensfuhrpark: Ein gutes betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) organisiert diese Dinge inzwischen effizient und nachhaltig. Damit sparen Unternehmen nicht nur, sie tun auch etwas für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, reduzieren Emissionen und den Ressourcenverbrauch. Auch Kommunen und Regionen können davon profitieren. Im Artikel "Unternehmerische Mobilität neu denken" (Seite 49) zeigen die Autorinnen Alina Susann Ulrich und Carolin Schäfer-Sparenberg aus der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik vom Wuppertal Institut wie sich betriebliches Mobilitätsmanagement mit einem Quartiersansatz am Beispiel des Bergischen Städtedreiecks umsetzen lässt. "Betriebliches Mobilitätsmanagement schafft Vorteile für Unternehmen, Beschäftigte und Umwelt. Verknüpft man BMM mit dem Quartiersansatz, können sich weitere Synergien ergeben: für die beteiligten Unternehmen, aber auch für weitere Unternehmen, Anwohner und Besucher", sagen die beiden Autorinnen.

Diese und weitere Artikel rund um Mobilität sind in der neuen Ausgabe der FactorY zu finden und im nachfolgenden Link kostenfrei erhältlich. Herausgeber des FactorY-Magazins sind die Effizienz-Agentur NRW und das Wuppertal Institut.


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