Gestaltung von Strategieprozessen für ambitionierten nationalen Klimaschutz

Fachartikel zu Erkenntnissen aus dem Deep Decarbonization Pathways-Projekt veröffentlicht

Emissionen
  • News 09.04.2019

Jedes Land der Welt benötigt eine langfristige Strategie für Klimaschutz, sonst werden die im Klimaschutzabkommen von Paris formulierten Ziele ins Leere laufen. Das Netzwerk "Deep Decarbonization Pathways (DDP)" schlägt nun in einem Fachartikel ein Vorgehen vor, um solche langfristigen Klimaschutzstrategien in Ländern aufzubauen.

Der Artikel in der Zeitschrift "Nature Climate Change" zeigt, wie der in den vergangenen Jahren im Rahmen des DDP-Projekts durchgeführte Forschungsrahmen dazu beitragen kann, gesellschaftliche Debatten über den Klimawandel zu organisieren, Entscheidungen zu treffen und eine ausreichende öffentliche Unterstützung für die erforderlichen Politikmaßnahmen aufzubauen.
Das DDP-Netzwerk ist eine 2014 gegründete Gruppe von Forschungsteams, die das Ziel verfolgt, langfristige nationale Strategien zu entwickeln und zu diskutieren, die mit ehrgeizigen Klimazielen vereinbar sind. Das Netzwerk ist heute in fast 40 Ländern tätig und wird vom französischen Institut IDDRI koordiniert.

Das Wuppertal Institut ist Teil des DDP-Netzwerks und hat im Jahr 2015 den DDP-Länderbericht für Deutschland erstellt. Mit Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts, und Dr. Sascha Samadi, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Sektoren und Technologien in der Abteilung Zukünftige Energie- und Industriesysteme, sind zwei Autoren dieses Länderberichts auch Mitautoren des nun vorgelegten Fachartikels. Die im Artikel aufbereiteten Erkenntnisse aus den bisherigen Arbeiten des DDP-Netzwerks können Ländern weltweit dabei helfen, langfristige und ambitionierte nationale Klimaschutzpfade zu entwickeln und dabei die landesspezifischen Besonderheiten berücksichtigen. Der vorgeschlagene Prozess zur Entwicklung solcher Klimaschutzpfade kann zudem die gesellschaftliche Konsensbildung befördern.