COP25 auf der Suche nach der verlorenen Zeit zum Handeln

Ausführlicher Analysebericht zur Weltklimakonferenz in Madrid erschienen

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  • News 20.02.2020

Die 25. Konferenz des internationalen Klimaregimes (Conference of the Parties, COP25) fand vom 2. bis 15. Dezember 2019 in Madrid (Spanien) statt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Wuppertal Instituts waren vor Ort und veröffenlichen nach ihrer Kurzanalyse nun ihre detaillierte Analyse zu den zentralen Konferenzergebnissen unter dem Titel "COP25 in Search of Lost Time for Action".

Die chilenische Präsidentschaft der Konferenz hatte die Verhandlungen unter das Motto "Time for Action" gestellt und dabei zwei Hauptziele: Zum einen sollten die noch fehlenden Teile der Detailregeln für die Umsetzung des Pariser Abkommens vereinbart werden. Zum anderen sollte der Prozess gestartet werden, die Klimaschutzbeiträge der einzelnen Staaten zu stärken. Der Bericht des Wuppertal Instituts analysiert die Verhandlungen zu beiden Themen und diskutiert darüber hinaus auch weitere Klimaschutzaktivitäten staatlicher und nicht-staatlicher Akteurinnen und Akteure.  

Obwohl die Konferenz einen neuen Überstundenrekord in der Geschichte der Klimaverhandlungen erreichte, wurde sie nicht der zunehmenden öffentlichen Forderung nach einem raschen und starken Klimaschutz gerecht. Sie scheiterte zudem an ihrem formellen Mandat, das Pariser Regelwerk fertig zu stellen. Eine Rekordzahl von Fragen blieb ungelöst, die auf die nächste Sitzung verschoben wurden. Die COP25 machte damit deutlich, wie viel Arbeit sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene noch bewältigt werden muss, sofern 2020 eine Intensivierung des Klimaschutzes erreicht werden soll, die mit dem langfristigen Ziel des Pariser Abkommens vereinbar ist.

Der ausführliche Analysebericht "COP25 in Search of Lost Time for Action" steht in englischer Sprache unter dem nachfolgenden Link kostenfrei zum Download bereit.