Die geopolitischen Verwerfungen der vergangenen Jahre haben die Verwundbarkeit unserer Rohstoffversorgung drastisch vor Augen geführt. Exportkontrollen, wie etwa bei kritischen Technologiemetallen – darunter Germanium, Gallium, und Dysprosium –, unterbrochene Lieferketten und neue geopolitische Abhängigkeiten zwingen zum Handeln. Gleichzeitig verschärft sich der Druck auf die natürlichen Ressourcen durch die Energiewende, Mobilitätswende und Digitalisierung – der wachsende Bedarf an Batterien und Photovoltaik sind gute Beispiele dafür.
Ein kultureller Wandel ist gefragt, von der Abfallwirtschaft zur echten Ressourcenschonung und Kreislaufgesellschaft, von der Rohstoffextraktion zur Materialerhaltung und Mehrfachnutzung, von kurzfristigen Effizienzgewinnen zur langfristigen Transformation. Die Frage nach der Funktionalisierung von Metallen muss neu gestellt werden – nicht jede technische Möglichkeit ist auch vor dem Hintergrund Nachhaltigkeit wünschenswert.
Am ersten Tag der Tagung "Rohstoffwende Metalle voranbringen", die vom 21. bis 23. November 2025 in Tutzing stattfindet, diskutiert Prof. Dr. Christa Liedtke, Leiterin der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren am Wuppertal Institut, mit zwei weiteren Gästen über die Rohstoffwende der Metalle und vor welchen Aufgaben wir gerade stehen.
Die Tagung richtet sich an alle, die sich für die Metall-Rohstoffwende interessieren. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Evangelischen Akademie Tutzing in Kooperation mit der Professur für Nachhaltige Chemie und Ressourcen der Leuphana Universität Lüneburg und dem Lehrstuhl für Ökologische Ressourcentechnologie der Universität Bayreuth.
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