Die Freiheit der Wissenschaft steht unter Druck. Nicht nur in fernen Krisenregionen, sondern mitten in Deutschland. Wie resilient ist Wissenschaftskommunikation in Zeiten zunehmender Krisen und was kann sie möglichen Angriffen auf die Wissenschaftsfreiheit entgegensetzen? Diese Frage stand im Zentrum der Tagung des Siggener Kreises im Oktober 2025. Expert*innen aus Wissenschaftskommunikation und -journalismus sowie Forschung diskutierten vor diesem Hintergrund über die aktuellen und künftigen Herausforderungen. Aus der gemeinsamen Analyse leiteten sie konkrete Handlungsstrategien ab und veröffentlichten die Ergebnisse nun in einem Impulspapier.
Beim Siggener Kreis 2025 haben Forschende und Expert*innen analysiert, wie sich das Vertrauen in die Wissenschaft wandelt, warum skeptische Stimmen und politische Einflüsse zunehmend den wissenschaftlichen Diskurs bestimmen und wie sich notwendige Werte der Forschung – wie Wahrheitsorientierung, Neugier und kritisches Denken – bewahren lassen. Die Teilnehmenden warnen in ihrem Impulspapier, dass jede neue gesellschaftliche Krise, wie etwa die Corona-Pandemie, destruktive Tendenzen beschleunigen und den Möglichkeitsraum für unabhängiges Forschen einschränken könnte.
An den Diskussionen vor Ort und der Publikation war in diesem Jahr auch Jonas Zerweck, Referent Digitale Kommunikation am Wuppertal Institut, beteiligt und brachte die Perspektive aus der Praxis eines anwendungsbezogenen Forschungsinstituts ein. Gleichzeitig sollen die konkreten Handlungsoptionen und Ideen für den Alltag aus dem Siggener Impuls auch in die Kommunikationsarbeit des Wuppertal Instituts fließen.
Der Siggener Kreis trifft sich jährlichen und versteht sich als überinstitutioneller Arbeitskreis. Die Mitglieder, Vertreter*innen aus Wissenschaftskommunikation und -journalismus sowie Wissenschaft nehmen an der Denkwerkstatt teil und nicht als institutionelle Vertreter*innen. Sie bilden keine geschlossene Gruppe, sondern es können jedes Jahr über eine Ausschreibung zur Teilnahme auch neue Mitglieder hinzukommen. Die Siggener Tagung wird gefördert von der Alfred Toepfer Stiftung, der ZEIT Verlagsgruppe und der Claussen Simon Stiftung. Partner des Bundesverbands Hochschulkommunikation für die Siggener Tagung sind die Fachgruppe Wissenschaftskommunikation der DGPuK und die Wissenschaftspressekonferenz (WPK).
Der Siggener Impuls "Widerstandsfähigkeit stärken: Was Wissenschaftskommunikation Verunsicherung und Bedrohung entgegensetzen kann" ist im nachfolgenden Link kostenfrei abrufbar.
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