GS1 Exchange: Digitaler Produktpass 2026

Konferenz zeigt Wege zu mehr Transparenz in Lieferketten

  • Termine 28.04.2026
  • Ort Köln

Mit dem digitalen Produktpass will die EU künftig nachvollziehbar machen, wie Produkte hergestellt werden, welche Materialien sie enthalten und wie sie sich reparieren oder recyceln lassen. Welche Anforderungen damit konkret auf Unternehmen zukommen – und wie sich der digitale Produktpass in der betrieblichen Praxis umsetzen lässt – steht im Mittelpunkt der GS1-Konferenz "Digital Product Passport" am 28. April.

Der digitale Produktpass (DPP) ist ein zentrales Instrument der europäischen Nachhaltigkeits- und Kreislaufwirtschaftspolitik. Er ist Teil der neuen Ökodesign-Verordnung (Ecodesign for Sustainable Products Regulation, ESPR) für nachhaltige Produkte, mit der die EU den Ressourcenverbrauch reduzieren und Produkte langlebiger sowie besser reparierbar machen will. Das Ziel ist, entlang des gesamten Lebenszyklus von Produkten transparente Informationen bereitzustellen – von der Herstellung über Nutzung und Reparatur bis hin zum Recycling.

Von Daten bis Recycling: Der digitale Produktpass in der Praxis

Künftig sollen viele Produkte einen digitalen Datensatz erhalten, der über einen QR-Code oder eine ähnliche Kennzeichnung abrufbar ist. Dort finden sich etwa Informationen zu Materialien, CO₂-Bilanz, eingesetzten Chemikalien oder zur Reparierbarkeit. Die Daten sollen verschiedenen Gruppen zugutekommen: Verbraucher*innen können fundierter entscheiden, Reparaturbetriebe erhalten technische Informationen und Recyclingunternehmen können Materialien gezielter identifizieren und wiederverwerten. Der Digitale Produktpass soll in den kommenden Jahren schrittweise für Produktgruppen wie Textilien, Elektronik oder Batterien eingeführt werden. Für Unternehmen bringt das neue Anforderungen an Datenmanagement, Lieferketten-Transparenz und digitale Infrastruktur.

Die Konferenz richtet sich an Unternehmen, Branchenverbände, Technologieanbieter*innen sowie Akteur*innen aus Politik und Wissenschaft. Fachleute aus Politik, Handel und Industrie geben Einblicke in die Hintergründe der neuen EU-Regelungen, erläutern kommende Anforderungen und zeigen konkrete Chancen für Unternehmen auf. Neben Vorträgen bieten Diskussionsrunden, Workshops und praxisnahe Sessions Raum für Austausch, Fragen und Vernetzung. Forschende des Wuppertal Instituts sind mit zwei Beiträgen vertreten:

  • Dr. Vita Zimmermann, Senior Researcherin im Forschungsbereich Produkt- und Konsumsysteme, und Dr. Justus von Geibler, Co-Leiter des Forschungsbereichs Innovationslabore, leiten ab 15:30 Uhr die Breakout-Session "Kunde ist König? Wie wir Konsumenten in die DPP Entwicklung einbinden können".
  • Dr. Holger Berg, stellvertretender Leiter der Abteilung Kreislaufwirtschaft und Co-Leiter des Forschungsbereichs Digitale Transformation, leitet ab 16:20 Uhr die Breakout-Session "Der digitale Produktpass im internationalen Kontext: Entwicklungen über Europas Grenzen hinaus".

Veranstaltet wird das Treffen von GS1 Germany, der deutschen Vertretung der internationalen Standardisierungsorganisation GS1. Die Organisation entwickelt weltweit Standards für Lieferketten und Produktkennzeichnung. Tickets sind über den untenstehenden Link verfügbar; die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden sich auf der Website der GS1 Academy.


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