Der Digitale Produktpass bei Böllhoff - Wege für eine zukunftsfähige Industrie

Digitaler Produktpass: Whitepaper zu Vorbereitung, Einführung und Skalierung in Unternehmen veröffentlicht

  • News 02.04.2026

In einem Whitepaper zeigen Forschende des Wuppertal Instituts und von Fraunhofer IEM, wie sich die Einführung und Nutzung Digitaler Produktpässe (DPPs) in Unternehmen praktisch umsetzen lässt.

Das Whitepaper basiert auf einem DPP-Pilotprojekt bei der Böllhoff GmbH & Co. KG, einem weltweit agierenden, familiengeführten Traditionsunternehmen, das auf innovative Verbindungslösungen spezialisiert ist. Der Pilot umfasst die prototypische Umsetzung des Digtalen Produktpasses für zwei exemplarische Produkte des Unternehmens – und die Vorbereitung der Skalierung auf ein breiteres Portfolio. Neben der Erfüllung regulatorischer Anforderungen steht für Böllhoff dabei die Kommunikation mit seinen Kunden im Vordergrund. Besonderes Merkmal der Entwicklung des DPP-Prototyps ist die Sicherstellung einer zukünftigen, nahtlosen Integration mit bestehenden Informationssystemen des Unternehmens.

Die Autoren – Kai Timo Krüger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IEM, Niklas Hoffmann, Researcher im Forschungsbereich Digitale Transformation am Wuppertal Institut und Martin Perau, Senior Researcher im selben Forschungsbereich – behandeln im Whitepaper folgende Aspekte der unternehmensinternen DPP-Umsetzung:

  • Zum Einstieg umreißen sie die Grundlagen des Digitalen Produktpasses, mit Fokus auf den DPP als baldige regulatorische Pflicht sowie auf die Architektur des europäischen DPP-Systems.
  • Am Fallbeispiel Böllhoff zeigen sie exemplarisch Nutzenpotenziale des DPP für Unternehmen auf: unter anderem die Reduzierung des Arbeitsaufwands für produktbezogene Kundenanfragen und die Steigerung interner Effizienzen durch verbesserte Datenflüsse.
  • Im Kapitel "In drei Schritten zum Digitalen Produktpass" werden die unternehmensinternen Voraussetzungen für eine gelungene DPP-Implementierung skizziert: von der initialen Dateninventur bis hin zur Erstellung einer zukunftsfähigen Systemarchitektur.
  • Anschließend zeigen sie drei mögliche Umsetzungspfade, die Unternehmen für die Einführung des DPP nutzen können: Eigenentwicklungen, externe DPP-Lösungen sowie hybride Ansätze.
  • Auf Basis der Key Learnings aus der industriellen Praxis formulieren sie fünf allgemeingültige Handlungsempfehlungen, die Unternehmen bei der Vorbereitung, Einführung und Skalierung von DPPs Orientierung bieten.
  • Im Ausblick skizzieren die Autor*innen die Skalierung des DPP-Einsatzes bei Böllhoff und weitere geplante Maßnahmen – etwa die stärkere Integration des DPP in das zirkuläre Engineering technischer Produkte, die automatische Erstellung des DPP auf Basis von Produktionsdaten oder den Rollout auf das gesamte Produktportfolio des Unternehmens.

Das Whitepaper "Der Digitale Produktpass bei Böllhoff – Wege für eine zukunftsfähige Industrie" steht über den folgenden Link kostenfrei zum Download bereit. Auch die im Pilotprojekt entwickelten prototypischen Produktpässe können dort eingesehen werden.


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