Zuversicht trotz Klimakrise: Wie wir neue Hoffnung schöpfen können

Podcast Zukunftswissen: Episode mit Dr. Michael Jakob und Jacqueline Klingen

  • News 14.04.2026

Angesichts multipler Krisen fällt es vielen Menschen schwer, beim Thema Klimaschutz hoffnungsvoll zu bleiben. Dabei können zahlreiche Entwicklungen Mut machen – von rasant fallenden Preisen bei den erneuerbaren Energien über technologische Fortschritte bei Speichern und Wärmepumpen bis hin zu einem weltweit wachsenden Bewusstsein für die Dringlichkeit des Klimaschutzes. Genau diesen oft übersehenen Fortschritten widmet sich die neue Episode des Podcasts Zukunftswissen.

In dieser Podcast-Folge ist der Forscher und Politikberater Dr. Michael Jakob zu Gast, der sich vor allem mit Klimaschutz in Entwicklungsländern, politischer Ökonomie der Klimapolitik sowie den Zusammenhängen zwischen Umweltpolitik und menschlichem Wohlergehen beschäftigt. Seit einiger Zeit widmet er sich auch explizit den Entwicklungen, die ihm Hoffnung beim Thema Klima geben. Mit ihm diskutiert Jacqueline Klingen, Researcherin im Forschungsbereich Energiewende International am Wuppertal Institut.

Gemeinsam sprechen die beiden darüber, warum Hoffnung aus psychologischer Sicht so wichtig ist. Denn Hoffnungslosigkeit kann laut Studienlage nicht nur die Kreativität hemmen, sondern auch ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Klingen stellt dabei drei wissenschaftliche Perspektiven auf Hoffnung vor: als kognitives Konzept mit klarem Ziel, als reine Emotion und als etwas, das aus äußeren Quellen wie dem gemeinsamen Handeln anderer Menschen gespeist wird. Jakob betont, dass Optimismus nicht bedeutet, sich zurückzulehnen, sondern pragmatisch zu fragen, was konkret getan werden könne: "Es gibt auch diesen Begriff des pragmatischen Optimismus. Das bedeutet, dass die Zukunft noch nicht geschrieben ist und man eine gewisse Handlungsfähigkeit hat, die Dinge noch zu beeinflussen."

Im Gespräch werden außerdem die Fragen behandelt, wie sich ein realistischer Blick auf Kipppunkte und verfehlte Klimaziele mit einer hoffnungsvollen Haltung verbinden lässt, warum jede eingesparte Tonne CO2 zählt und welche Rolle persönliche Konsumentscheidungen, berufliches Engagement und gesellschaftliche Skalierungseffekte spielen können. Klingen verweist dabei auf die sechs Kehrtwenden aus dem Buch "Earth for All Deutschland" des Wuppertal Instituts und des Club of Rome. Sie plädiert dafür, soziale Flankierung und Silodenken stärker in den Blick zu nehmen. Am Ende bleibe, betont Klingen, auch immer noch die trotzige Hoffnung – und die Gewissheit, dass jede Maßnahme für den Klimaschutz in die richtige Richtung gehe.

Diese Folge und alle vergangenen sind kostenfrei auf Spotify, Apple Podcasts und Podcast.de sowie über die Website des Wuppertal Instituts zu hören.


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