transform.NRW: Plattform für Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur gelauncht

Online-Plattform und Medienausstellung präsentieren rund 50 Good-Practice-Beispiele aus Kunst, Kultur und Wissenschaft

  • News 16.09.2026
Vom 16. September 2026 bis zum 7. Januar 2027 können Besucher*innen die begehbare Medieninstallation „Touch/ing Transformation – Optimistische Perspektiven aus Kunst, Design und Wissenschaft“ in der Bundeskunsthalle in Bonn erkunden. Quelle: dform für transform.NRW

Wie gelingt die Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft und Wirtschaft? Welche Impulse können Kunst, Kultur und Design für gesellschaftliche Veränderungsprozesse setzen? Und wie lässt sich Wissen aus unterschiedlichen Disziplinen verbinden, sodass konkrete Ideen für nachhaltiges Handeln entstehen? Um die vorhandenen transformativen Potenziale und Kompetenzen zu entfalten, braucht es Kooperations-, Begegnungs- und Experimentierräume.

Genau das bietet die neue transform.NRW-Onlineplattform: Das Verbundprojekt unter Leitung des Wuppertal Instituts und der Bergischen Universität Wuppertal macht rund 50 Good-Practice-Beispiele sichtbar – und schafft so einen digitalen Ort für Austausch, Vernetzung und gemeinsames Lernen. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass nachhaltige Veränderung neue Formen der Zusammenarbeit erfordert. Kunst, Kultur und Design können dabei bestehende Strukturen, Lebens- und Produktionsweisen sichtbar machen, hinterfragen und Impulse für neue, nachhaltigere Muster geben. Die Plattform bringt Akteur*innen aus Kunst, Kultur, Design und Wissenschaft mit Partner*innen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen. Mit multimedialen und interaktiven Elementen richtet sie sich darüber hinaus an alle Interessierte.

Knotenpunkt für Vernetzung, Wissenstransfer und nachhaltige Gestaltung

Herzstück der neuen Plattform ist ein digitaler Hub – eine zentrale Anlaufstelle und Drehscheibe für inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Good-Practice-Beispiele zeigen unterschiedliche Wege, Nachhaltigkeits- und Transformationswissen in konkrete Projekte zu übersetzen – und Nachhaltigkeitsthemen mit den Mitteln von Design und Kunst zugänglich zu machen. Methoden- und Toolkits ergänzen die Sammlung und unterstützen Nutzer*innen dabei, eigene Fragestellungen zu bearbeiten und neue Ideen zu entwickeln.

Bundeskunsthalle Bonn: Digitale Sammlung wird zum begehbaren Erlebnis

Die Inhalte der Plattform sowie die Vielfalt an Projekten können Besucher*innen ab dem 16. September in der Bundeskunsthalle Bonn erleben: Dort präsentiert transform.NRW anlässlich des Plattform-Launches die begehbare Medieninstallation "Touch/ing Transformation – Optimistische Perspektiven aus Kunst, Design und Wissenschaft". Die Ausstellung ist bis zum 7. Januar 2027 kostenfrei im Medienkunstraum der Bundeskunsthalle zu sehen und macht Nachhaltigkeit als offenen gesellschaftlichen Veränderungsprozess sinnlich erfahrbar. An drei raumgreifenden Touch-Walls lassen sich rund 50 Good-Practice-Projekte aus Kunst, Design und Wissenschaft eigenständig erkunden – in Form von Videos, Interviews, Fotografien und Texten. Die Themen sind so vielfältig wie die Projekte selbst: Wie klingt der Klimawandel? Was können wir von Pilzen über Zusammenarbeit lernen? Wie lässt sich Kolonialgeschichte beim Nähen erfahrbar machen?

Über transform.NRW

Das Projekt transform.NRW läuft seit Mai 2023 und wird durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Forschende des Wuppertal Instituts und der Fakultät für Design und Kunst der Bergischen Universität Wuppertal leiten das Projekt und setzen es gemeinsam mit rund 20Partnerorganisationen aus Nordrhein-Westfalen um. Workshops, analoge Gestaltungsprozesse, Akteursvernetzungen und intensive Feedback- und Testzyklen begleiteten die Entwicklung der Plattform. Das Projekt versteht sich dabei nicht als abgeschlossenes Angebot: Die Wissenssammlung und das transform.NRW-Netzwerk sollen auch künftig weiter wachsen. Interessierte sind eingeladen, sich zu beteiligen und eigene Good-Practice-Beispiele einzubringen.

Die transform.NRW-Projektplattform ist ab Mitte September unter www.transform.nrw erreichbar. Weitere Informationen zum Projekt, der Ausstellung und dem transform.NRW-Symposium stehen über die Links unten zur Verfügung.


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