Szenarienerstellung

  • Projekt-Nr.4160
  • Laufzeit 11/2001 - 08/2002

Im Auftrag der Enquete-Kommission "Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung" des Deutschen Bundestags sind unterschiedliche Entwicklungspfade beschrieben worden, die zu einer nachhaltigen Energieversorgung führen können. Dabei zeigte sich, dass nur eine auf einem sukzessiven Ausbau der erneuerbaren Energien und einer Forcierung der Energieeinsparung aufbauende Energieversorgung zum Ziel führt, wenn auf einen "Wiedereinstieg" in die nukleare Stromerzeugung (mit der Installation von mittel- bis langfristig 50 bis 70 neuen Kernkraftwerken) verzichtet und keine Abhängigkeit von den mit dem Einstieg in eine CO2-Versorgungsinfrastruktur verbundenen Unsicherheiten geschaffen wird. Die resultierenden Belastungen für die Volkswirtschaft halten sich den Untersuchungen zufolge in Grenzen und belaufen sich für den gesamten Betrachtungszeitraum (2000 bis 2050) auf kumuliert und abdiskontiert rund 40 Mrd. Euro. Im Mittel entstehen Zusatzkosten (gg. einer Referenzentwicklung) von 3,8 Mrd. Euro/a bzw. weniger als 50 Euro pro Kopf und Jahr. Gegenzurechnen sind volkswirtschaftlich positive Effekte der Risikovermeidung, der Verbesserung der Versorgungssicherheit (Verringerung der Importquote) und zusätzliche Beschäftigungsimpulse vor allem in den Bereichen Bauwirtschaft und erneuerbare Energien.