ARETE

Augmented Reality in Refurbishment of Technologies

  • Projekt-Nr.352248
  • Laufzeit 11/2020 - 04/2021

Die Wiederaufbereitung, auch Refurbishment genannt, von Produkten zielt auf die Verlängerung ihrer Lebensdauer ab und soll Abfall vermeiden und Ressourcen schonen. Trotz relevanter Ressourcen- und Emissionseinsparungen in Deutschland ist dies noch wenig verbreitet. Das liegt nicht nur an dem hohen manuellen Arbeitsaufwand, sondern auch an den sehr unterschiedlichen Geräten. Das macht die Wiederaufbereitung komplex und die Anforderungen an das Wissen und Können der Bearbeitenden im Bereich der Wiederaufbereitung ist hoch.
Innerhalb des Kurzprojekts "ARETE" untersuchen das Wuppertal Institut gemeinsam mit codecentric und AfB daher konkrete Anwendungsfelder und technologische Lösungsansätze, um mithilfe von Augmented Reality die Wiederaufbereitung vereinfachen.

Im Verbund führen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieses Projekt am Beispiel der Elektro- und Elektronikaltgeräte durch, da diese zu einem der am schnellsten wachsenden Abfallströme in Europa zählen. Aufgrund der in diesen Geräten verarbeiteten wertvollen und seltenen Rohstoffe, ist eine längere Produktlebensdauer durch die Wiederaufbereitung ein elementarer Schritt in der Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig haben Elektro- und Elektronikaltgerte eine hohe Diversität, da es viele verschiedene Hersteller, Geräte und Gerätetypen gibt, die sich grundlegend oder in ihren Details unterscheiden. Somit können sich die Bearbeitungsschritte und -prozesse je Gerät stark unterscheiden. Die komplexe Wiederaufbereitung erfordert ein hohes Maß an Wissen und Unterweisungen der Mitarbeitenden. Zudem führt unter anderem der hoher manuelle Arbeitsaufwand dazu, dass die die Wiederaufbereitung in ihrem Anteil an der Kreislaufwirtschaft hinter ihren Potenzialen zurückbleibt. Daher ist es wichtig, effiziente und wirtschaftliche Lösungen für die notwendigen Wiederaufbereitungsprozesse zu finden.

Die Wiederaufbereitung geht zudem häufig mit der Inklusion und (Re-)Integration von Schwerbehinderten und Langzeitarbeitslosen auf den Arbeitsmarkt einher und kann somit auch die soziale Nachhaltigkeit stärken. Inklusionsmitarbeitende benötigen teilweise noch eine zusätzliche höhere Arbeitsunterstützung – hier kann Augmented Reality Lösungsansätze bieten, um nicht nur die Prozesse in der Wiederaufbereitung grundsätzlich zu vereinfachen, zu verbessern und somit wirtschaftlicher zu gestalten, sondern auch diese Arbeitsgruppe in ihren Tätigkeiten zu unterstützen.

Die Ausgangshypothesen, die dem Projekt zugrunde liegen, getestet und weiterentwickelt werden lauten daher, dass Augmented Reality

  • Komplexität durch digitale Interaktion im Prozess reduziert,
  • die Effizienz im Prozess und die Qualität der wiederaufbereiteten Produkte steigert,
  • die Inklusion und Integration in den Arbeitsmarkt erhöht und
  • weitere Geschäftsmodelle in Refurbishment, Remanufacturing und vorausschauende Wartung ermöglicht.

Die Projektbeteiligten prüfen zudem die identifizierten Lösungsansätze im Laufe des Projektes auf ihre technologische und wirtschaftliche Machbarkeit sowie ihre Nachhaltigkeitspotenziale. Dies soll eine sinnvolle Bereitstellung, Pflege und Anwendung von Augmented-Reality-Lösungen im Betriebsalltag sicherstellen und helfen Rebound-Effekte zu vermeiden.


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