Auf dem Weg zu einem "CO2-freien Stuttgart 2050"

  • Projekt-Nr.1100
  • Laufzeit 02/2009 - 03/2009

Das Wuppertal Institut wurde vom Klima- und Umweltbündnis Stuttgart damit beauftragt, die Klimaschutzpolitik der Stadt Stuttgart zu bewerten. Im Fokus des Kurzgutachtens standen vier Aspekte:

  • Diskussion der bisherigen Ziele der Stadt und ihre Zielerreichung,
  • Analyse aktueller Klimaschutzpolitik,
  • Diskussion von Zielen und Wegen bis zum Jahr 2050,
  • Aufzeigen von Wegen, wie das bundesweite Klimaziel erreicht werden kann.

Zusammenfassend kann folgendes Fazit gezogen werden:
Die Stadt Stuttgart hat im Bereich Klimaschutz schon viel erreicht, unter anderem durch ein konsequentes Energiemanagement, das bereits im Jahr 1977 eingerichtet wurde. Durch die innerhalb des Energiemanagements umgesetzten Maßnahmen, aber auch durch weitere innerhalb des Klimaschutzprogramms KLIKS durchgeführte Maßnahmen, wurde es möglich, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2005 um sechs Prozent gegenüber 1990 abzusenken.
Der Klimawandel erfordert inzwischen jedoch nach vorliegenden Erkenntnissen Maßnahmen, die weit über die bisher durchgeführten hinaus gehen. Gerade in Kommunen, als ganz maßgebliche Orte der Umsetzung, muss in ganz anderen Dimensionen als während der letzten Jahren gedacht werden, will man adäquate Beiträge zur Minderung der globalen Treibhausgasemissionen um mindestens 50 Prozent (in Industrieländern um 80 bis 95 Prozent) bis zur Mitte des Jahrhunderts leisten. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, sich auch in Städten wie Stuttgart Langfristziele (Zielmarken 2030, 2050) zu setzen und eine kurz- bis mittelfristige Klimaschutzpolitik darauf auszurichten.
Auch angesichts der Tatsache, dass die in Stuttgart in der Vergangenheit selbst gesetzten Ziele aufgrund unterschiedlicher Gründe nicht erreicht werden konnten, wäre es empfehlenswert, wenn auch in Stuttgart solch eine Langfriststrategie entwickelt werden würde. Dabei sollte beachtet werden, dass die Kommunale Verwaltung als ein Akteur unter vielen nur einen beschränkten Einfluss auf die Zielerreichung hat. Deshalb sollte besonderes Augenmerk darauf gelegt werden, die Vielzahl der unterschiedlichen Akteure unter Beachtung der bestimmenden politischen Rahmenbedingungen in eine Gesamtstrategie einzubinden.


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