GrGaQuo

Vom Nutzen und Nachteil einer Grüngasquote für die Energiewende - Einordnung des Konzepts einer Grüngasquote

  • Projekt-Nr. 153940
  • Laufzeit 09/2025 - 11/2025

Vor dem Hintergrund des schleppenden Hochlaufs der Wasserstoffwirtschaft wird aktuell die Einführung einer Grüngasquote (GGQ) diskutiert. Sie soll Inverkehrbringer von Gasen verpflichten, zunehmend steigende Anteile klimafreundlicher Gase in das deutsche Gasnetz einzuspeisen, darunter Biomethan, Wasserstoff und seine Derivate sowie andere weitgehend dekarbonisierte Gase. Dahinter steht ein Konzeptvorschlag der Wirtschaftsberatung Frontier Economics (2025) im Auftrag des Vereins "Die Gas und Wasserstoffwirtschaft e.V." für einen sektorübergreifenden Quotenpfad, beginnend ab 2027 und mit einem Anstieg auf 100 Prozent Grüngas bis 2045.

Im Auftrag von Bellona Deutschland haben das Institut der deutschen Wirtschaft und das Wuppertal Institut gemeinsam untersucht, inwiefern dieses GGQ-Instrument einen Beitrag zur Transformation leisten kann. Dabei stehen die Nachvollziehbarkeit und Wirksamkeit des Instruments im Fokus, sowie Unsicherheiten, Zielkonflikte und Risiken, etwa mögliche Fehlanreize oder Wettbewerbsnachteile. Schwerpunkte der Arbeiten des Wuppertal Instituts sind Bewertungen des Konzepts in Bezug auf Nachvollziehbarkeit, Wirksamkeit und Unsicherheiten sowie eine Darstellung der Anforderungen und Herausforderungen im Hinblick auf die Nutzung von Biomethan. 

Wesentliche Ergebnisse der Untersuchung sind:

  • Die Grüngasquote adressiert zentrale Transformationshemmnisse nicht wirksam: Ihr starker Fokus auf (kurzfristige) Kosteneffizienz setzt keine nachhaltigen Investitionsanreize und trägt damit voraussichtlich auch nicht dazu bei, den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft entscheidend voranzubringen.
  • Auch Biomethan steht nur begrenzt nachhaltig zur Verfügung und ist langfristig keine robuste Lösung.
  • Haushalte drohen zu den großen Verlierern einer Grüngasquote zu werden: Sie würden über höhere Gaspreise eine Beimischung finanzieren, die für sie kaum relevant ist, während zugleich Fehlanreize für den weiteren Einbau von Heizungen entstehen können, die weiterhin überwiegend mit fossilen Gasen betrieben werden.
  • Darüber hinaus bleiben wesentliche Parameter unklar, etwa Bezugsrahmen, Quotenpfad oder Evaluierungen. 


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