Als einer der globalen Hotspots der Plastikverschmutzung entfällt laut OECD inzwischen fast ein Drittel des globalen Kunststoff-Verbrauchs auf die südost- und ostasiatischen Länder – vieles landet dabei in Meere oder Seen. Da kurzlebige Produkte rund 90 Prozent der Kunststoffabfälle ausmachen, ist es entscheidend, das Abfall-Managementsystem zu stärken, um die Gewässer zu entlasten.
Vor diesem Hintergrund konzentriert sich das Projekt ZUG OBP auf Thailand, Indonesien und die Philippinen – Länder, in denen schwer zu recycelnde Kunststoff-Verpackungen aufgrund begrenzter Infrastruktur und mangelnder Mülltrennung häufig weggeworfen, deponiert oder verbrannt werden.
Das Projekt soll insbesondere dabei helfen:
Das Projekt nutzt Gamification durch die "Plastic Bank"-App, um an Schulen langfristige Verhaltensänderungen bei der Mülltrennung zu bewirken. Parallel dazu skalieren die Wissenschaftler*innen dafür die Verarbeitung flexibler Verpackungen durch technische Kooperation und neue Maschinentechnik für Recycler. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen dazu, lokale Systeme für eine erweiterte Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, kurz EPR) und die Rahmenbedingungen für die Systembetreiber für die erweiterte Herstellerverantwortung (Producer Responsibility Organisations, kurz PRO) zu optimieren.
Das Wuppertal Institut liefert dafür evidenzbasierte Inhalte zum Abfallmanagement in den jeweiligen Ländern und unterstützt damit die App-Entwicklung im Hinblick auf die zentralen Säulen der Kreislaufwirtschaft. Die Forschenden des Instituts verfolgen darüber hinaus die nationalen Entwicklungen der EPR-Systeme und tauschen sich mit den PRO sowie weiteren wichtigen Stakeholdern aus, um maßgeschneiderte Politikempfehlungen zu erarbeiten.
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