ZUG OBP

Vermeidung von Plastikmüll im Meer in Südostasien durch den Aufbau von Sammel- und Recyclingsystemen für Verpackungsmaterialien sowie durch Sensibilisierung mittels digitaler Gamification

  • Projekt-Nr. 353079
  • Laufzeit 01/2026 - 11/2028

Als einer der globalen Hotspots der Plastikverschmutzung entfällt laut OECD inzwischen fast ein Drittel des globalen Kunststoff-Verbrauchs auf die südost- und ostasiatischen Länder – vieles landet dabei in Meere oder Seen. Da kurzlebige Produkte rund 90 Prozent der Kunststoffabfälle ausmachen, ist es entscheidend, das Abfall-Managementsystem zu stärken, um die Gewässer zu entlasten. 

Vor diesem Hintergrund konzentriert sich das Projekt ZUG OBP auf Thailand, Indonesien und die Philippinen – Länder, in denen schwer zu recycelnde Kunststoff-Verpackungen aufgrund begrenzter Infrastruktur und mangelnder Mülltrennung häufig weggeworfen, deponiert oder verbrannt werden.

Das Projekt soll insbesondere dabei helfen:

  • das Recyclingverhalten von 100.000 jungen Menschen zu verändern sowie Schulen zu belohnen und Bildungseinrichtungen durch den Einsatz von recycelten Materialien zu verbessern,
  • Recyclingprozesse optimieren und Recyclingunternehmen unterstützen sowie
  • die Entwicklung von Systemen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR-Systeme) stärken.
  • Innerhalb von zwei Jahren zusätzliche 10.000 Tonnen Plastikmüll in den Philippinen, Indonesien und Thailand daran zu hindern, in die Ozeane zu gelangen.

Das Projekt nutzt Gamification durch die "Plastic Bank"-App, um an Schulen langfristige Verhaltensänderungen bei der Mülltrennung zu bewirken. Parallel dazu skalieren die Wissenschaftler*innen dafür die Verarbeitung flexibler Verpackungen durch technische Kooperation und neue Maschinentechnik für Recycler. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen dazu, lokale Systeme für eine erweiterte Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, kurz EPR) und die Rahmenbedingungen für die Systembetreiber für die erweiterte Herstellerverantwortung (Producer Responsibility Organisations, kurz PRO) zu optimieren.

Das Wuppertal Institut liefert dafür evidenzbasierte Inhalte zum Abfallmanagement in den jeweiligen Ländern und unterstützt damit die App-Entwicklung im Hinblick auf die zentralen Säulen der Kreislaufwirtschaft. Die Forschenden des Instituts verfolgen darüber hinaus die nationalen Entwicklungen der EPR-Systeme und tauschen sich mit den PRO sowie weiteren wichtigen Stakeholdern aus, um maßgeschneiderte Politikempfehlungen zu erarbeiten.


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